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Umland Mehr Sicherheit für Hutbergbühne Kamenz
Region Umland Mehr Sicherheit für Hutbergbühne Kamenz
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Die Hutbergbühne in Kamenz hat als Open-Air-Konzertspielstätte überregionale Bedeutung.  Quelle: Uwe Menschner
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Kamenz

 Die Stadt Kamenz plant in den kommenden Jahren weitere umfangreiche Investitionen in die Hutbergbühne. So bewilligte der Stadtrat kürzlich insgesamt 30 000 Euro für die Planungen zum Bau eines zweiten Rettungsweges und erklärte sein grundsätzliches Einverständnis mit der Erneuerung des Backstagebereichs für circa 280 000 Euro.

Letzteres ist laut Odette Künstler vom Dezernat Kultur/Stadtmarketing der Stadtverwaltung nötig, da die aktuellen Gegebenheiten „nicht mehr den Erwartungen und Anforderungen der Künstler und der Konzertagenturen entsprechen“. Dies erweise sich als Wettbewerbsnachteil auf dem umkämpften Konzertmarkt. Konzertformate und die entsprechenden Bühnenanweisungen seien im Laufe der Jahre immer komplexer und aufwendiger geworden. Eine bloße Sanierung des vorhandenen maroden Gebäudes löst laut Odette Künstler nicht das Problem des Platzmangels.

Stattdessen möchte die Stadt das bisherige Backstagegebäude abreißen und durch eine gebrauchte Containeranlage ersetzen. Dafür hat sie auch schon eine konkrete Option ins Auge gefasst: Die Container, in denen voraussichtlich noch bis Februar 2018 die Oberschule Königsbrück untergebracht sein wird. Parallel werde aber auch noch nach anderen Anlagen recherchiert. Gleichzeitig will die Stadt den Backstageparkplatz vergrößern und die Treppe sanieren.

Ein weiteres Vorhaben ist die Einrichtung eines zusätzlichen Rettungsweges. „Mit der Hutbergbühne verfügt die Stadt Kamenz über eine Open Air-Konzertspielstätte mit überregionaler Bedeutung, erheblicher Magnetwirkung und somit großer Werbewirksamkeit. Tausende besuchen jährlich die Auftritte der Künstler“, so Odette Künstler. Dies bringe neben den positiven Effekten auch eine große Verantwortung mit sich.

Im Zuge der regelmäßigen Sicherheitsberatungen mit anderen Behörden und Diensten sei die Idee eines weiteren Zufahrtsweges für Rettungsdienst und Feuerwehr parallel zur Straße „Am Hutberg“ thematisiert worden. Diese soll die bestehenden Wege Am Hutberg und über Lückersdorf entlasten und wird im Endeffekt circa 200 000 Euro kosten. Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz empfehlen laut Odette Künstler dringend, den zusätzlichen Rettungsweg zu realisieren - „auch mit Blick auf die angespannte globale Sicherheitslage.“

Von Uwe Menschner

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