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Umland Mehr Gäste aus Fernost übernachten in Radebeul
Region Umland Mehr Gäste aus Fernost übernachten in Radebeul
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12:34 19.02.2018
Zu den beliebten Ausflugszielen in Radebeul zählt das Spitzhaus. Quelle: Foto: Martin Förster/Archiv
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Radebeul

Chinesen und Japaner führen die Liste ausländischer Gäste in Radebeul an. Und in der Gunst asiatischer Besucher konnte die Lößnitzstadt im vorigen Jahr zulegen. Allein in der Zeit vom Januar bis November 2017 übernachteten doppelt so viele Chinesen in einem Radebeuler Hotel gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei Japanern gab es sogar eine Steigerung um 65 Prozent. Diese Zahlen präsentierte der Tourismusverband Elbland Dresden jüngst im Radebeuler Stadtrat.

Allerdings einen Wermutstropfen gibt es: Die Reisenden aus Fernost steigen nicht in erster Linie wegen der Weinberge, des Karl-May-Museums oder des idyllischen Dorfangers in Altkötzschenbroda in Radebeul ab, sondern sie kommen wegen Dresden ins Elbtal. Und da die große Nachbarstadt eine Bettensteuer verlangt, ziehen die asiatischen Reiseveranstalter Hotels außerhalb der Dresdner Stadtgrenzen vor. In Radebeul ist es vor allem das Radisson Blu Parkhotel an der Nizzastraße, wo chinesische und japanische Reisegruppen übernachten. Zudem entscheiden sich zunehmend Geschäftsreisende der Halbleiterindustrie aus jenen Ländern für ein Hotelzimmer dort, obwohl sie ihre Reise eigentlich zu den Betrieben im Bereich Mikroelektronik in Dresdens Norden führt. „Hier gibt es keine Beherbergungssteuer“, sagte Corinne Miseer, Leiterin Marktforschung und Tourismusmarketing bei der Dresden Marketing GmbH (DMG), über den Hauptbewegrund in Radebeuls größten Hotel einzuchecken.

Die DMG und der Elbland-Tourismusverband arbeiten seit vorigem Jahr eng zusammen. Sie vermarkten das Elbtal und Elbflorenz als ein Reiseziel. Die enge Kooperation brachte der Tourismusverband Sächsisches Elbland mit der Umbenennung in Tourismusverband Elbland Dresden zum Ausdruck. Für das touristische Außenmarketing der gemeinsamen Destination ist federführend die DMG zuständig. Dies erklärt, warum Corinne Miseer die Herkunft ausländischer Reisegäste in Radebeul genauer unter die Lupe genommen hat. Bei den Top Auslandsmärkten der Lößnitzstadt folgen nach China und Japan in der Rangliste die Länder Polen, USA, Niederlande, Schweiz und Tschechien.

In der Zeit von Januar bis einschließlich November 2017 – die Zahlen für Dezember hat das Statistische Landesamt in Kamenz noch nicht veröffentlicht – wurden 130404 Übernachtungen in Radebeul gezählt. Das ist ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Übernachtungen ausländischer Gästen gab es dagegen einen Zuwachs. Ihr Anteil stieg in der selben Zeit um 5,2 auf 15 Prozent.

Mit 1858 Betten in 22 Hotels weist Radebeul die größte Übernachtungskapazität im Elbland-Tourismusverband auf. Knapp 60 Prozent der Hotelbetten stehen allein im Radisson Blu Parkhotel. Von der dortigen Auslastung ist somit die Tourismusbilanz der Lößnitzstadt sehr abhängig. Den neuen Hotelbetreiber möchte der Tourismusverband aktiv unterstützen, damit das Hotel wieder eine positive Steigerung an Gästen erfährt, kündigte Miseer an.

Von Silvio Kuhnert

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