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Maximalpegel: 10,58 Meter

Maximalpegel: 10,58 Meter

Vor rund zehn Jahren hieß es in Pirna "Land unter". Am 12. August 2002 überfluteten nach heftigen Niederschlägen die Gebirgsflüsse Seidewitz und Gottleuba große Teile der Pirnaer Innenstadt.

Pirna. Pirna. Vor rund zehn Jahren hieß es in Pirna "Land unter". Am 12. August 2002 überfluteten nach heftigen Niederschlägen die Gebirgsflüsse Seidewitz und Gottleuba große Teile der Pirnaer Innenstadt. "Fünf Tage später folgte das Hochwasser der Elbe mit einem maximalen Pegelstand von 10,58 Meter", erinnert sich OB Klaus-Peter Hanke (parteilos). Damit lag der Wasserstand einen Meter über dem letzten Extremhochwasser im Jahr 1845. Rund 7,1 Quadratkilometer Fläche waren im Stadtgebiet überschwemmt. "Die verheerenden Tage im August 2002 sind schon fast in Vergessenheit geraten", meint Hanke. Er hat seine Verwaltung noch einmal zusammenfassen lassen, welche Schäden die Jahrhundertflut in Pirna anrichtete.

Das Wasser der drei Flüsse drang in rund 360 Betriebe und 1000 Häuser ein. Stadtsprecher Thomas Gockel schildert das Ausmaß der Zerstörung: "Das Hochwasser zerstörte fast alle Geschäfts- und Gewerberäume der Innenstadt einschließlich jener in der historischen Altstadt; das öffentliche Leben kam in diesem Bereich komplett zum Erliegen." Rund 2500 Pirnaer waren vom Hochwasser unmittelbar betroffen. "12 500 Menschen wurden evakuiert", berichtet Gockel.

Die Wassermassen hinterließen einen Gesamtschaden von über 175 Millionen Euro. Auf rund 22,3 Millionen Euro beziffert die Stadt die Schäden im kommunalen Bereich, bei Vereinen, freien Trägern, Kleingärten und anderen. So wurden 56 städtische Straßen und Brücken in Mitleidenschaft gezogen. An den kommunalen Gebäuden summierten sich die Hochwasserschäden auf rund 8,2 Millionen Euro. Besonders betroffen waren unter anderem Lessing-Grundschule, Grundschule Zehista, Schiller-Gymnasium und die Turnhalle an der Siegfried-Rädel-Straße. Außerdem standen die Fluten in der Kita Kinderland und Spatzennest, im Stadtmuseum, in der Stadtbibliothek und im Rathaus.

"Neben der Bewältigung der tragischen Ereignisse war für mich die unglaublich große Hilfsbereitschaft eine besondere Erfahrung", so Hanke. Über die Anzahl der zupackenden Hände gibt es keine komplette Erfassung. Die Stadt geht aber von 6500 bis 8000 freiwilligen Helfern aus, die Sandsäcke schleppten und den Schlamm aus der Stadt schaufelten. "Nur durch den gemeinsamen Einsatz ist es uns gelungen, unsere Stadt so wunderschön wieder auftauchen zu lassen", meint Hanke. Insgesamt gingen in der Stadt rund 3,7 Millionen Euro an Spenden ein. Rund eine Millionen Euro leitete die Verwaltung an Private weiter, rund 900 000 Euro an Gewerbetreibende. Zirka 1,2 Millionen Euro der Spendengelder verwendete die Stadt für die Beseitigung der Hochwasserschäden in eignen Einrichtungen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.07.2012

S.K.

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