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Mast auf der Pesta-Oberschule funkt auch in Zukunft weiter

Mobilfunknetz in Pirna Mast auf der Pesta-Oberschule funkt auch in Zukunft weiter

Der Mobilfunkmast auf der Pestalozzi-Oberschule bleibt auch in den kommenden Jahren in Betrieb. Die Stadt Pirna verlängert den Vertrag mit dem Mobilfunkbetreiber Vodafon. An der Entscheidung gibt es auch Kritik. Stadträte der Linkspartei sorgen sich um die Gesundheit der Schüler durch die von der Funkanalage ausgehende elektromagnetischen Strahlung.

Über die Funkstation auf der Pestalozzi-Oberschule laufen derzeit pro Jahr allein knapp 150000 Gesprächsstunden.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Mobilfunkstation auf dem Dach der Pestalozzi-Oberschule in Pirna-Copitz bleibt während und nach der geplanten Sanierung des Schulgebäudes stehen. Der Bauausschuss stimmte auf seiner jüngsten Sitzung einer langfristigen Vertragsverlängerung mit dem Mobilfunkbetreiber zu. Die Entscheidung stieß allerdings nicht bei allen Stadträten auf Gegenliebe. „Wir sollten alles tun, um die Anlage zum Wohl der Kinder abzubauen“, meinte Linke-Stadtrat Claus-Dieter Hampel. Er und seine Parteigenossin Jutta Häcker stimmten gegen eine Vertragsverlängerung.

Die beiden Linke-Stadträte machen sich Sorgen um die Gesundheit der Schüler. Sie befürchten, dass die von der Funkstation ausgehende elektromagnetische Strahlung den Jugendlichen schaden könnte. „Funkstationen gehören nicht auf das Dach von Kindereinrichtungen und auch nicht auf Gebäude, wo sich Menschen längere Zeit aufhalten“, sagte Hampel.

Die Stadtverwaltung sieht kein Gesundheitsrisiko von der Funkstation ausgehen. Sie verweist unter anderem auf das Bundesamt für Strahlenschutz. Diese Behörde habe bestätigt, dass bei Einhaltung der Grenzwerte keine negativen Folgen für die Gesundheit zu erwarten seien, teilte die Verwaltung mit. Zum anderen beruft sie sich auf wissenschaftliche Arbeiten über die Wirkungen elektromagnetischer Felder. „Keine der wissenschaftlichen Studien ist bislang zu dem Ergebnis gelangt, dass die von Mobilfunksystemen produzierten elektromagnetischen Felder die Gesundheit negativ beeinflussen“, heißt es da.

Der Mobilfunkmast auf der Pestalozzi-Oberschule ist seit 1996 in Betrieb. Grüne-Stadträtin Franziska Kuhne gab zu bedenken, dass die „Strahlung“ besonders hoch sei, wenn eine schlechte Mobilfunkverbindung anliege. Und wie der Betreiber des Funkmasten, Vodafon, berichtete, würde sein Netz durch den Abbau dieser Funkanlage arg leiden. Die Station habe sich zu einem der wichtigsten Versorgungspunkte für das Vodafone-Netz in Pirna entwickelt, wie das Unternehmen in einer E-Mail an die Stadtverwaltung informierte. Dies verdeutliche eine Zahl: Über die Sendeanlage auf der Pestalozzi-Oberschule laufen derzeit pro Jahr allein knapp 150000 Gesprächsstunden.

Die Suche nach einem Alternativstandort blieb ohne Erfolg. Auf Copitzer Seite gibt es kein adäquates Objekt, das aufgrund seiner technischen Voraussetzungen, der Topographie und seiner Höhe es ermöglichen könne, den zu versorgenden Bereich mit nur einer Antennenanlage sicherzustellen. „Um wieder eine vergleichbare Versorgung für den Stadtteil Copitz zu erhalten, wird der Aufbau von mindestens zwei Ersatzstandorten in unmittelbarer Nachbarschaft notwendig sein“, berichtete die Stadtverwaltung. In der Altstadt sprechen bei vielen Gebäuden Belange des Denkmalschutzes gegen die Montage eines Funkmasten. 2706 Euro fließen jährlich in das Stadtsäckel, durch den Vertrag über die Funkstation auf der Pestalozzi-Oberschule.

Von Silvio Kuhnert

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