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Massiver Anstieg der Fahrzeugzahlen auf Autobahn zwischen Dresden und Görlitz

Verkehr Massiver Anstieg der Fahrzeugzahlen auf Autobahn zwischen Dresden und Görlitz

Die Verkehrszahlen für die Autobahn zwischen Dresden und Görlitz sind massiv gewachsen. Eine Gruppe von CDU- und SPD-Politikern bekräftigt daher ihre Forderung nach einer zügigen Erweiterung der Autobahn 4 zwischen Nossen und der polnischen Grenze.

Der Verkehr auf der A 4 hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Baustellen verschärfen die Situation zusätzlich. Immer wieder kommt es dadurch zu endlosen Staus wie hier bei Ottendorf-Okrilla.

Quelle: Jürgen-M. Schulter

Dresden. Eine Gruppe von Landespolitikern fordert den schnellen Ausbau der Verkehrsverbindungen im Raum Dresden und Ostsachsen. „Die Fahrzeugzahlen auf der Autobahn 4 sind massiv angestiegen“, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann zur Begründung gegenüber DNN.

Die Allianz macht sich seit dem vergangenen Jahr für den Ausbau der A4 und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Dresden–Bautzen–Görlitz stark. Gleichzeitig fordern sie ein Strukturförderkonzept für strukturschwache Regionen. Damit sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren von Autobahnen und Straßen beschleunigt werden. Neben der stärkeren Unterstützung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Oberlausitz haben der Ausbau der A4 und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Dresden–Görlitz Priorität.

Nach Schiemanns Angaben basiere der Bundesverkehrswegeplan, der die Investitionen des Bundes in Straßen und Schienenwege umfasst, auf veralteten Zahlen. „Die tatsächliche Verkehrsentwicklung zwischen Ludwigsdorf und Nossen wird damit nicht dargestellt“, erklärte der CDU-Politiker. Vor allem der Lkw-Verkehr sei „exorbitant“ nach oben gegangen.

Dafür nennt er konkrete Beispiele: 2015 seien an einer Zählstelle bei Pulsnitz 47 286 Fahrzeuge pro Tag registriert worden, davon 9336 Lkw (Fahrzeuge über 3,5 Tonnen). Ein Jahr darauf hätten bereits 50 063 Fahrzeuge die Zählstelle in 24 Stunden passiert (darunter 10100 Lkw). Im vergangenen Jahr wuchs die Zahl weiter auf insgesamt 54 000 Fahrzeuge (inklusive 11 000 Lkw). Ähnliche Steigerungen nennt Schiemann auch für Dresden. An einer Zählstelle westlich der Anschlussstelle Dresden-Flughafen wurden 2015 rund 94 700 Fahrzeuge pro Tag ermittelt (davon 13 773 LKW). Laut Schiemann waren es im vergangenen Jahr an einem Tag mehr als 100 000 Fahrzeuge insgesamt, darunter mehr als 16000 LKW.

Als Ursachen des Anstiegs gelten unter anderem der Autobahnausbau in Polen in Richtung Ukraine, der für einen europaweiten Transitverkehr sorgt, sowie der Wirtschaftsverkehr in Ostsachsen und Pendlerbewegungen.

Für die Allianz sei damit klar, dass der Ausbau der Autobahn 4 „schnell kommen muss“. Die Initiatoren denken dabei an die Freigabe der Randstreifen durch die entsprechende Verkehrsleittechnik, wie es beispielsweise aus dem Münchner Raum bekannt ist. Dort werden bei hohen Verkehrsbelastungen die Randstreifen auf „Grün“ gestellt. „Wir denken, dass der Bund mehr für strukturbenachteiligte Regionen tun muss, um die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und die Warenströme zu sichern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der ostsächsischen Region zu gewährleisten.“

Zu den Forderungen gehöre auch die Einhaltung der Zusagen gegenüber dem Nachbarn Polen. 2003 sei in einem Staatsvertrag die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden–Görlitz von Deutschland versprochen worden. Bislang habe sich da noch nichts getan. Die aktuellen Zahlen können nach Schiemanns Ansicht auch Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) den Rücken stärken, der sich beim Bund für den Ausbau stark macht.

Zur Allianz gehören die Landtagsabgeordneten Stephan Meyer, Lothar Bienst, Frank Hirche, Heinz Lehmann, Octavian Ursu, Patricia Wissel, Aloysius Mikwauschk und Schiemann (alle CDU) sowie Thomas Baum von der SPD.

Von Ingolf Pleil

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