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Martina Dressel aus Freital berichtet über ihren E-Mail-Knigge

Martina Dressel aus Freital berichtet über ihren E-Mail-Knigge

Übervolle Mailpostfächer, Kettenbriefe und unpersönliche Werbe-Mails - Die Entwicklung der Technik hin zu elektronischer Kommunikation vereinfacht viel, hat aber auch ihre Tücken.

Freital.

Die Freitalerin Martina Dressel hat einen Ratgeber geschrieben, der zeigt, was zu tun ist, damit eine Botschaft gut und bei dem Richtigen ankommt. Mit DNN-Redakteurin Christin Grödel sprach sie über ihr Buch "E-Mail-Knigge - Das Original" und den darin enthaltenen Tipps und Anregungen für den E-Mail-Schreiber.

DNN: Frau Dressel, wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Ratgeber zum E-Mail-Knigge zu schreiben?

Martina Dressel: Ich habe im Vertrieb des Gesundheitswesens gearbeitet und dabei gelernt, wie wichtig Kommunikation ist. Auch das Internet und E-Mails habe ich immer genutzt. Manches habe ich richtig gemacht, manches aber auch falsch. Die Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe, wollte ich weitergeben. Seit 1998 bin ich selbstständig tätig, seit 2000 halte ich Vorträge und gebe Workshops zum Thema E-Mail-Knigge. Drei Jahre später entstand dann die erste Auflage meines Ratgebers, mittlerweile ist es die dritte.

Was ist Ihrer Meinung nach die Kernaussage des Buches?

Erst überlegen, dann handeln. Das spart Stunden. Die Technik soll uns dienen und macht vieles einfacher. Wir müssen aber aufpassen, dass sie uns nicht entmündigt. Warum müssen wir beispielsweise sofort nach Verlassen des Fliegers unsere E-Mails per Smartphone checken und machen genau dasselbe noch einmal im Büro? Hier ist die Technik unüberlegt genutzt. Das bedeutet doppelte Arbeit und ist damit ein Zeitschlucker. Weniger ist hier wirklich mehr. Warum gönnen wir uns nicht mal einen Moment der Ruhe. Viele glauben, dass Technik in einen chaotischen Alltag Struktur bringt. Das vermag sie aber nur zu tun, wenn der Alltag vorher selbst strukturiert wurde.

Was halten Sie von Smileys im E-Mail-Verkehr oder unseriösen Mail-Adressen auf Bewerbungsunterlagen?

Smileys haben in einer geschäftlichen Kommunikation nichts zu suchen. Privat finde ich sie aber gut, um die eigene Stimmung auszudrücken. Generell gilt: Der private Schriftverkehr bleibt jedem selbst überlassen. Aber eine Bewerbung ist ein elektronischer Geschäftsbrief. Wer dort mit einer vermeintlich lustigen Mail-Adresse punkten möchte, ist auf dem Holzweg. Jugendliche Mädchen wählen meist anzügliche Adressen, Jungs eher Mail-Adressen mit brutalem Inhalt. Da fehlt das Bewusstsein, dass der Adressat diese Sache mitunter ganz anders wahrnimmt. Deshalb empfehle ich auch, sich immer in die Perspektive des Empfängers zu versetzen.

Was hat sich zwischen der ersten und der dritten Auflage verändert?

Die Technik hat sich in den vergangenen Jahren extrem entwickelt. Ich kann jetzt mit viel mehr Beispielen arbeiten als noch im Jahr 2003. Außerdem gibt es wesentlich mehr Online-Shops - ein System, das auf die Bedürfnisse ihrer Kunden viel zu wenig Rücksicht nimmt. In den meisten Fällen wird man nicht mal persönlich angesprochen, sondern bekommt einen allgemeingültigen Text. Und die Bedeutung und Abhängigkeit hat zugenommen. Heute kann es passieren, dass man keine Antwort-Mail von einem Dienstleister bekommt, weil dessen Computer ausgefallen ist. Das Telefon kann man doch aber trotzdem noch nutzen, oder?

Geben Sie ihre Erfahrungen nur an Unternehmen weiter oder gehören auch Privatpersonen zu Ihren Kunden?

Ich spreche primär Geschäftsleute an und coache Führungskräfte bei der Organisationsentwicklung und Kommunikation. Aber meine Themen sind auch für Privatleute interessant. Zum Beispiel halte ich ab und an Vorträge im Naturzentrum Freital, direkt unter meinen Geschäftsräumen auf der Steilen Straße.

Martina Dressel: E-Mail-Knigge - Das Original. Web Gold Akademie, ISBN: 978-3-00-026059-9, 24,80 Euro

Kontakt unter der Nummer 0351/6 44 79 79 oder unter www.webgold-akademie.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2012

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