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Märchenprinz besuchte Moritzburg

„Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel“ Märchenprinz besuchte Moritzburg

Vor 45 Jahren stand der tschechische Schauspieler Pavel Travnicek auf Schloss Moritzburg vor der Kamera. Er spielt den Märchenprinzen im Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Am Freitag besuchte Travnicek die einstige Filmkulisse wieder. Neben Autogrammen verkündete er die Gewinner des Wettbewerbs zur Aschenbrödel-Ausstellung.

Schauspieler Pavel Travnicek und Kuratorin Margitta Hensel präsentierten die Siegergeschichte des Wettbewerbs zur „3HfA“-Ausstellung von Alexandra Bohlig.

Quelle: Silvio Kuhnert

Moritzburg. 45 Jahren sind seit den Dreharbeiten für den Märchenfilm „Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel“ rund um Schloss Moritzburg vergangen. „1973 war ein Winter wie jetzt. Es lag nicht eine Schneeflocke“, erinnerte sich der Schauspieler Pavel Travnicek, der Prinz aus der berühmten deutsch-tschechischen Koproduktion. Mit kleinen weißen Kunststoffkugeln wollte der Regisseur Abhilfe schaffen. „Es sah wie Schnee aus. Nur der Wind wehte einmal darüber und alles war wieder weg“, erzählte der Mime weiter.

Dann kam die Regie auf die Idee, Fischmehl als Schneeersatz auszustreuen. „Es stank furchtbar“, fuhr der heute 67-Jährige fort. Schließlich entschloss sich das Filmteam, die Schneeszenen im Böhmerwald zu drehen. Da lag an einer Stelle soviel von der weißen Pracht, dass der Prinz auf seinen Pferd darin versank. „Ich hätte nie gedacht, dass sich aus so einem komplizierten Dreh einmal ein Kult entwickelt“, so Travnicek.

Für die Fans ist und bleibt „3HfA“, wie sie „Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel“ kurz nennen, ein Kultfilm. Das beweist erneut die Winterausstellung auf Schloss Moritzburg, welche die Geschichte des Films zum Thema hat. „Seit der Eröffnung am 18. November vorigen Jahres zählten wir bis jetzt rund 83000 Besucher“, berichtete Schlosschefin Ingrid Möbius. Wer am Freitagnachmittag vorbeischaute, konnte vom Märchenprinz ein Autogramm und die ein oder andere Anekdote erhaschen – Pavel Travnicek war zu Gast auf dem Jagdschloss. Am Vormittag durfte er Preise überreichen.

Zur Eröffnung der Ausstellung rief die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH, „Schlösserland Sachsen“, Besucher und Fans auf, bis zum 31. Dezember vergangenen Jahres ihre romantischste Moritzburg-Geschichte aufzuschreiben und gemeinsam mit einem Bild zuzusenden. „Wir haben 66 Beiträge erhalten“, sagte Ulrike Peter, Marketingleiterin beim Schlösserland. Rund die Hälfte der Einsendungen kam aus Sachsen, der Rest aus ganz Deutschland und eine Geschichte stammt aus Prag. Die Autoren waren fast alle weiblich. Nur acht Männer machten bei dem Wettbewerb mit dem Motto „Am Ende siegt die Liebe“ mit. Eine dreiköpfige Jury hat aus den Einsendungen nun die Gewinner gekürt.

Der Hauptgewinn, eine kostenlose Übernachtung in einem der Teichhäuser am Schloss Moritzburg samt einem Candle-Light-Dinner im Schlossrestaurant, geht an Alexandra Bohlig. Die Berlinerin konnte ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen, denn die vierfache Mutter ist schwer erkrankt und gegenwärtig zu einer weiteren Brustkrebsoperation im Krankenhaus. Ihre Erzählung handelt von einem großen Wunsch: Wenn sie nach Moritzburg kommt, möchte sie ihrem Lebenspartner einen Hochzeitsantrag machen. Neben ihrem Traum gehörten die Geschichten von Maria und Michael Windt aus Leipzig sowie die von Familie Peter aus Gera zu den besten drei.

Von Silvio Kuhnert

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