Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Lichtprobe für Kirche Dürrröhrsdorf-Dittersbach

LED-Leuchten Lichtprobe für Kirche Dürrröhrsdorf-Dittersbach

Soll die evangelische Dorfkirche in Dürrröhrsdorf-Dittersbach künftig im Dunklen leuchten oder nicht? Ortschaftsrat, Heimatverein und Mitglieder der Kirchgemeinde sagen: Ja. Entscheiden wollen sie das allerdings nicht ohne die Bewohner. Etwas mehr als 4200 Menschen leben in dem Ort an der Wesenitz nördlich von Pirna.

Voriger Artikel
Naturnahe Beisetzung seit zwei Monaten möglich
Nächster Artikel
Besucheransturm in Altem Posthof in Pirna

Die Kirche ist von allen Seiten ein Blickfang.

Quelle: Tomas Gärtner

Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Soll die evangelische Dorfkirche in Dürrröhrsdorf-Dittersbach künftig im Dunklen leuchten oder nicht? Ortschaftsrat, Heimatverein und Mitglieder der Kirchgemeinde sagen: Ja. Entscheiden wollen sie das allerdings nicht ohne die Bewohner. Etwas mehr als 4200 Menschen leben in dem Ort an der Wesenitz nördlich von Pirna. Wie eine beleuchtete Kirche aussehen würde, können sie sich in den späten Nachmittag- und Abendstunden des zweiten Advent anschauen. 16 Uhr laden der Posaunenchor und der Quandt-Verein zu einem Adventskonzert in die Kirche ein. Davor und danach sollen energiesparende LED-Leuchten die Außenwand anstrahlen. Die hatte die Elektro- und Haustechnikfirma Konrad Weber schon einmal zur Probe angebracht. Die Kirche, bei Tag ein Blickfang des Dorfes, zu sehen von allen Seiten, könnte so auch abends als Wahrzeichen ein unvergleichliches Bild abgeben, begründet der Ortschaftsrat die Pläne.

Berühmt ist die Kirche vor allem wegen ihrer Silbermannorgel. 1726 hat sie der bekannte Instrumentenbaumeister der Barockzeit dort eingebaut. Die Kirche ist das älteste Gebäude im Ort. Ihre Anfänge lassen sich 670 Jahre zurückverfolgen. 1346 wurde sie erstmals in der „Meißner Matrikel“ erwähnt. So wie damals sieht sie allerdings nicht mehr aus. Denn 1660 brannte sie zusammen mit dem Pfarrhaus daneben ab. Zwei Jahre später errichtete man das Gotteshaus als verputzten Bruchsteinbau neu – zunächst allerdings ohne Turm. Dieser wurde erst 1725 ergänzt.

Innen schmückt die Kirche ein schlichter klassizistischer Altar von 1843. Die Kanzel, auf die Christus sowie die Apostel Petrus und Paulus gemalt sind, stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts; die Taufe von 1859. Gefertigt sind all diese Ausstattungsstücke aus Holz. Bemalt worden sind die Wände um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Veranlasst hat das damals Johann Gottlob von Quandt (1787-1859), der Brieffreund Goethes und Gastgeber namhafter Künstler wie Semper, Oehme, Richter oder Wagner. Er ließ auch das Denkmal auf der „Schönen Höhe“ errichten und das Schloss, dessen Park sowie das Lieblingstal neu gestalten.

Von Bedeutung für ortsgeschichtlich Interessierte dürften außerdem verschiedene Grabdenkmäler der von Kiesewetter aus dem 17. und 18. Jahrhundert sein. 2006 wurden Turm und Kirchenschiff außen für rund 98 000 Euro saniert. Der Sakralbau ist heute Teil des Kirchspiels Dittersbach-Eschdorf. Das hat rund 1200 Mitglieder und gehört zum Kirchenbezirk Pirna. Pfarrer ist Michael Günther.

Von Tomas Gärtner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr