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Umland Leitungsbau für neuen Hochbehälter in Meißen
Region Umland Leitungsbau für neuen Hochbehälter in Meißen
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18:13 08.04.2018
Das Wahrzeichen von Meißen ist der Burgberg mit Albrechtsburg und Dom. Quelle: picture alliance
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Meissen

Ende dieses Jahres soll der neue Hochbehälter am Kynastweg in Betrieb gehen und die Versorgung zahlreicher Meißner Haushalte mit sauberen Trunkwasser absichern. Vorher aber bleibt sein Bau nicht ohne Folgen auf den Straßenverkehr und für Anrainer. Denn ab Dienstag ist der Kynastweg für Fahrzeuge komplett gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an der Trinkwasserhauptleitung. Bis zum 23. Juni dieses Jahres soll die Vollsperrung dauern, teilte Stadtsprecherin Katharina Reso mit. Auch die Zufahrt zu den Grundstücken kann während der laufenden Bauarbeiten eingeschränkt sein.

Die Arbeiten an der Trinkwasserhauptleitung gehören zu den Vorarbeiten für den neuen Wasserspeicher, den die Meißner Stadtwerke (MSW) auf dem Gelände der Felsenkellerei bauen. Dort stand bereits ein Hochbehälter. Das neue Trinkwasserreservoir, das aus zwei Kammern besteht und rund eine Million Liter Wasser fassen kann, wird an der Stelle des Vorgängerbaus errichtet, der einst für die Felsenkellerei das lebenswichtige Nass geliefert hat. „Mit dem Neubau wird der bestehende Behälter in der Kynastsiedlung/Neue Hoffnung abgelöst“, berichtet Reso. Dieser ist in die Jahre gekommen, einige seiner Bauteile zählen an die 100 Lenze.

Der neue Behälter wird im Inneren auf dem neusten Stand der Technik sein, äußerlich gleicht sein Bediengebäude einem historischen Bau. Die inzwischen abgerissenen Bestandsgebäude des früheren Felsenkeller-Wasserspeichers stellte sich 2015 bei Untersuchungen als technisches Denkmal heraus. Um die Belange des Denkmalschutzes zu erfüllen, geben die Meißner Stadtwerke dem neuen Bediengebäude eine Fassade getreu nach dem historischen Vorbild. Rund 1,3 Millionen Euro kostet das Vorhaben.

In der Domstadt entsteht damit der dritte und vorerst letzte neue Hochbehälter seit 2005. In jenem Jahr schlossen die Stadtwerke einen neuen Wasserspeicher auf der rechtselbischen Seite in Meißen-Bohnitzsch an. 2015 ging der Hochbehälter an der Bosel im Spaargebirge in Betrieb. Wenn der neue Behälter ans Netz geht, versorgt er die Stadtteile Kynast, Questenberg, Korbitz und Obermeisa, dazu die Anwohner der Jahnastraße und der Nossener Straße bis zur Freiheit sowie das Rote Haus mit Trinkwasser. Seine ist es dabei vor allem, in der schwierigen Topographie der Porzellanstadt für den richtigen Wasserdruck zu sorgen. Das Wasser daraus stammt aus dem Wasserwerk Coschütz und wird von der Wasserversorgung Brockwitz-Rödern ins Meißner Stadtgebiet eingespeist, wo anschließend die Stadtwerke die weitere Verteilung über ihre Anlagen übernehmen. Insgesamt verbrauchen die Meißner im Jahr rund 1,35 Milliarden Liter Wasser aus der Leitung. Das seien umgerechnet etwa 5,4 Millionen Regentonnen oder rund 113 Millionen Kästen Mineralwasser, wie die Stadtwerke informieren.

Von Silvio Kuhnert

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