Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Lausitzer Fuchs tauscht Eishalle gegen Krankenhaus

Markus Lehnigk ist nun im Gesundheitsweisen aktiv Lausitzer Fuchs tauscht Eishalle gegen Krankenhaus

Raus aus dem Trikot, rein in Hemd und Klinikkittel. Der ehemalige Profi-Eishockeyspieler der Lausitzer Füchse, Markus Lehnigk, hing seine Karriere an den Nagel. Zumindest die sportliche. Mittlerweile ist er auf den Fluren der Radeberger Asklepios Klinik anzutreffen.

Ein Andenken aus seinem Leben als Eishockey-Profi hat Markus Lehnigk (r.) behalten. Der Radeberger Klinik-Chef Tim Richwien hat ihn nun unter seine Fittiche genommen.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radeberg. Raus aus dem Trikot, rein in Hemd und Klinikkittel. Der ehemalige Profi-Eishockeyspieler der Lausitzer Füchse, Markus Lehnigk, hing seine Karriere an den Nagel. Zumindest die sportliche. Mittlerweile ist er auf den Fluren der Radeberger Asklepios Klinik anzutreffen. Seit Oktober 2016 ist er dort sogenannter Trainee für kaufmännische Berufe.

Während seiner Zeit als Profisportler studierte Markus Lehnigk Wirtschaftswissenschaften und setzte sich das Ziel, ins Krankenhausmanagement einzusteigen. Es scheint in der Familie zu liegen, auch sein Vater arbeitet in diesem Bereich und seine Mutter ist Ärztin. Bereits im Sommer 2015 bewarb er sich, doch aufgrund fehlender Praxis scheiterte er. Doch der Ehrgeiz, wie er ihn im Sport gelernt hat, verließ ihn dadurch nicht und er absolvierte Praktika. Dabei fand er sich auch schon mal im OP wieder. „Der Operateur erklärte mir die Schritte und ließ mich auch mal zuschauen. Dadurch weiß ich nun, wie künstliche Hüftgelenke eingesetzt werden“, freut sich Lehnigk über die Erfahrung. Dies bestärkte ihn, den Weg weiter zu gehen.

Schließlich klappte es im Herbst letzten Jahres in der Radeberger Klinik. Chef Tim Richwien ist mit der Wahl zufrieden.Die sportliche Karriere und damit verbundene Bekanntheit war dabei kein Joker. Der Geschäftsführer begann seine Karriere selbst als Trainee und fungiert nun als Mentor für Lehnigk. Zwei Jahre dauert die Ausbildung,dabei werden alle wichtigen Stationen des Krankenhauses durchlaufen. Nach zwölf Monaten wird der Standort gewechselt. „In der Pflege war ich bereits, ich wurde von den Kollegen sehr gut aufgenommen“, erzählt der ehemalige Eishockey-Profi. Hospitationen werden auch im OP und in der Finanzbuchhaltung absolviert.

Daneben gibt es Projekte, an denen sich Markus Lehnigk als Trainee aktiv beteiligen kann. Ein ganz aktuelles Vorhaben ist der Bau eines dritten OP-Saals in der Radeberger Klinik. „Die Planungen dafür laufen derzeit auf Hochtouren. Die Klinik in Sebnitz schafft die Voraussetzungen, um uns in der Zeit des Umbaus unterstützen zu können und dann kann es losgehen“, erklärt Richwien. Es werde zwar angebaut, aber auch bestehende Räume werden genutzt und entsprechend umgebaut. Deshalb ist die Klinik in der Zeit auf die Hilfe aus Sebnitz angewiesen. Vielleicht findet 2017 noch der Spatenstich statt,prognostiziert Richwien vorsichtig.

Die Ausbildung von Führungskräften, wie Markus Lehnigk sie absolviert, ist für den Klinikkonzern von wichtiger Bedeutung. Die Trainees haben einen Hochschulabschluss und fangen nicht bei Null an. „Wenn beispielsweise ein leitender Controller in absehbarer Zeit die Klinik verlässt, können wir die Trainees gezielt auf diese Stelle vorbereiten“, erklärt Richwien das Ziel des Programms. Lehnigk fühlt sich im Bereich des Managements wohl. Die familiäre Atmosphäre in Radeberg gefällt ihm sehr gut und die Nähe zum Team sei sehr wichtig. Gerade Teamfähigkeit ist eine Eigenschaft, die durch die sportliche Vergangenheit sehr ausgeprägt ist. Und das ist in diesem Job auch nötig. „Das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und medizinischem Nutzen kann in einer Klinik sehr groß sein“, weiß Lehnigk. Dann sei es wichtig, einen kurzen Draht zu den Mitarbeitern zu haben, ohne Berührungsängste, ergänzt Geschäftsführer Tim Richwien. Beides gelinge Lehnigk sehr gut.

Den Sport habe er dennoch nicht ganz aufgegeben, so oft es die Zeit zulässt, hält sich Lehnigk fit. Für Eishockey bleibt leider keine Zeit übrig. Kontakte zum Team in Weißwasser besteht allerdings weiter. Doch nun wird erst einmal alle Energie in die Ausbildung gesteckt.

Von Lisa-Marie Leuteritz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

13.12.2017 - 09:16 Uhr

Toni Leistner und Marco Hartmann fassen das Jahr 2017 der Dynamos zusammen. Die SGD wünscht sich einen Sieg gegen Duisburg vor der Winterpause.

mehr