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Umland Landrat Geisler gab Auftakt zum Abriss des bereits seit zwei Jahren gesperrten Plattenbaus
Region Umland Landrat Geisler gab Auftakt zum Abriss des bereits seit zwei Jahren gesperrten Plattenbaus
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19:22 02.07.2018
2,6 Millionen Euro für die Förderschule brachte Innenminister Roland Wöller (m.), Freitals OB Uwe Rumberg (l.) und Landrat Michael Geisler freut’s. Quelle: Foto: Kerstin Ardelt-Klügel
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Freital

Montag, 2. Juli 2018, 4.57 Uhr: Der zur Freitaler Förderschule „Wilhelmine Reichard“ gehörende Plattenbau aus den 1970er Jahren ist Fledermaus- und Abendseglerfrei. 10.15 Uhr: Landrat Michael Geisler (CDU) schlägt symbolisch mit der Baggerschaufel gegen das marode Gemäuer. Es stürzen zwei Platten ein, Glas splittert. Damit ist der Weg frei für den Abriss des bereits seit zwei Jahren gesperrten Schulhauses im Freitaler Stadtteil Döhlen.

Zuvor hatte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) dem Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Träger der Freitaler Schule zur Lernförderung an der Zauckeroder Straße 4A einen Fördermittelbescheid von über 2,6 Millionen Euro übergeben. Rund 3,5 Millionen Euro kosten der Abriss des Plattenbaus, der Aufbau der in Modulbauweise gefertigten neuen Förderschule sowie die Dach- und Deckensanierung der ebenfalls zum Standort gehörenden Bildungsstätte aus dem Jahr 1900 insgesamt.

Verläuft alles planmäßig, ist das Gebäude bis zum Schulbeginn am 13. August komplett abgerissen und dem Erdboden gleich gemacht. Dem Abrissbagger folgt ein halbes Jahr, in dem die Planer das Sagen haben, so dass schätzungsweise im Frühjahr 2019 mit der Errichtung des neuen Schulhauses begonnen werden könnte. Nach Auskunft von Sabine Forgber, der kommissarischen Amtsleiterin im Immobilien- und Baumanagement des Landratsamtes, ließe sich der eigentliche Bau mit vorgefertigten Elementen in nur drei Monaten errichten. Diese Bauweise sei nicht nur schnell, sie trage auch der besonderen Situation Rechnung, in der sich die rund 220 Schüler und 25 Lehrer derzeit befinden, argumentiert sie.

Derzeit lernen die Kinder von der 1. bis zur 9. Klasse interimsmäßig in einer Containeranlage. „Neben den stählernen Klassenzimmern biete auch das denkmalgeschützte Schulgebäude mit den acht zum Teil sehr kleinen Klassenzimmern und einer Toilette auf dem Hof keine optimalen Lernbedingungen“, so Schulleiter Mike Lehnert. Eine Änderung sei also dringend geboten. Das gelte auch für den Pausenhof und die zum Hort gehörenden Spielgeräte. Mit Schulstart haben die Kinder vorerst auf dem kleinen Vorplatz vor der ehemaligen Schillerschule, dem angrenzenden Park und im Anschluss an die Abrissstelle Möglichkeiten, sich aufzuhalten und zu toben.

Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt ist, das der gesamten Bau – bis auf den Abriss – während des Schulbetriebes erfolgen muss. Das gilt auch für den zweiten Modulabschnitt, der im Rahmen des Investitionspaketes „Brücken in die Zukunft“ im Kreistag bereits beschlossen wurde. Für diesen Ergänzungsbau fallen nach Auskunft Forgbers weitere fünf Millionen Euro an, drei Millionen Euro davon wären förderfähig.

Von Kerstin Ardelt-Klügel

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