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Umland Landkreise erhalten Millionen zur Sanierung von Schulen
Region Umland Landkreise erhalten Millionen zur Sanierung von Schulen
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11:44 15.10.2018
Insgesamt 41 Schulsanierungsprojekte im Landkreis Meißen werden gefördert (Symbolbild). Quelle: dpa-Zentralbild
Landkreise

Der Freistaat fördert die Sanierung von rund 450 Schulen mit knapp 200 Millionen Euro. Die Gelder stammen aus einem Förderpaket des Bundes über rund 3,5 Milliarden Euro, die die Landesregierung nun auf Landkreise und die drei Großstädte verteilt. Dafür wurden in der Vergangenheit lange Listen mit Schulbauvorhaben der Kommunen erstellt. Im Landkreis Meißen ist eine der längsten zusammengekommen. Insgesamt 41 Projekte stehen darauf, weshalb in Summe 12,1 Millionen Euro in den Landkreis fließen.

Besonders üppig wird – gemessen an der Anzahl der Standorte – Coswig bedacht. Mit der Grundschule Mitte (140 000 Euro) und der Grundschule Brockwitz (78 000 Euro) sowie der OberschuleLeonhard Frank“ (129 000 Euro) und der Oberschule Kötitz (517 000 Euro) tauchen vier Schulen der Stadt auf der Liste auf. Hinzu kommen rund 360 000 Euro für die Teilsanierung des zwar vom Landkreis getragenen aber in Coswig gelegenen Förderzentrums „Peter Rosegger“. Bei den kommunalen Schulen habe man durch das Programm ohnehin geplante Projekte vorziehen können. Die Investition in der Oberschule Kötitz, wo zuletzt ein Erweiterungsbau und ein neuer Sportplatz entstand, ist dabei schon fast abgeschlossen und wird nun über das Programm abgerechnet. „Das geht, weil wir einen förderunschädlichen Baubeginn hatten“, erläuterte Bürgermeister Thomas Schubert (parteilos).

In Radebeul profitieren die ebenfalls vom Landkreis getragene Förderschule „Anne Frank“, die 245000 Euro für eine Teilsanierung erhält. Außerdem überweist der Freistaat rund 888 000 Euro und 310 000 Euro für die Brandschutzertüchtigung im Lößnitzgymnasium und in der Grundschule Oberlößnitz sowie 75 000 Euro für Umbauten in der Evangelischen Grundschule.

Erweiterungsprojekte werden in der Grundschule Weinböhla (373 000 Euro) und der Grundschule Moritzburg (353 000 Euro) bezahlt. Dort gehen auch rund 33 000 Euro für Wege- und Sportflächenbau an die Freie Celestin-Freinet-Schule. In Meißen werden die Kalkbergschule (878 000 Euro, Außenanlagen), die Triebischtalschule (267 000 Euro, Außenanlagen), die Freie Werkschule (118 000 Euro, Innensanierung) und die Förderschule „An der Nassau“ (350 000 Euro) gefördert. In Radeburg profitieren die Heinrich-Zille-Oberschule (146 000 Euro, Sportplatz) und die Grundschule Radeburg (131 000 Euro, Außenanlagen).

11,7 Milliarden für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Das neue Förderprogramm beinhaltet auch 29 Vorhaben im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Laut Investitionsplan sollen rund 11,7 Millionen Euro in den Landkreis fließen. „Es ist erfreulich, dass Investitionen in unsere Schulen mit diesen Mitteln möglich werden. Damit trägt unsere Bildungslandschaft zu attraktiven Schul- und damit auch Wohnorten bei“, sagt Landrat Michael Geisler (CDU).

Allein für die Ertüchtigung der Schule zur Lernförderung „Wilhelmine Reichard“ in Freital wurden Fördergelder in Höhe von über 3,4 Millionen Euro bewilligt. Ein Ersatzneubau des Schulgebäudes ist geplant, zudem bedarf das Haus 2 des Schulkomplexes einer Sanierung. Auch sollen neue Außenanlagen und Freiflächen geschaffen werden. Für die Gesamtsanierung der Diesterweg-Grundschule in Pirna sind knapp 1,8 Millionen Euro an Fördergeldern vorgesehen, für die Sanierung der Oberschule „Geschwister Scholl“ in Freital-Hainsberg sind es weitere 1,1 Millionen Euro. Zu den geförderten Bauprojekten gehören ebenso die Sanierung der Grundschule im Klingenberger Ortsteil Pretzschendorf und der Anbau an der Basaltus-Grundschule in Stolpen.

26 Schulbauprojekte im Landkreis Bautzen

Sebnitz ist landkreisweit die Stadt mit den meisten geförderten Bauvorhaben im Investitionsplan: In der Großen Kreisstadt erhalten die Grundschulen Rosenstraße und Schandauer Straße sowie die Oberschule „Am Knöchel“ Fördermittel in Höhe von insgesamt 486 400 Euro. In den drei Schulgebäuden stehen verschiedene Sanierungsmaßnahmen an.

Im Landkreis Bautzen haben insgesamt 26 Schulbauprojekte grünes Licht aus Dresden erhalten. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf 15 Millionen Euro. Über einen besonders großen Anteil kann sich die vom Landkreis getragene Oberschule Königsbrück freuen, die rund 1,8 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt des Erweiterungsbaus erhält. Das Humboldt-Gymnasium Radeberg erhält knapp 280 000 Euro für eine neue Beleuchtungsanlage, die 2. Oberschule Kamenz reichlich 210 000 Euro für die Umnutzung und Sanierung der Sporthalle und die Oberschule Ottendorf-Okrilla rund 222 000 Euro für die Erneuerung des Sportplatzes. Auch diese Schulen werden wie insgesamt acht auf der Liste vom Landkreis getragen.

Außerdem bekommen unter anderem die Praßerschule Großröhrsdorf (175 000 Euro für die Brandschutzertüchtigung und energetische Sanierung), die Bewegte Grundschule Hermsdorf in Ottendorf-Okrilla (230 000 Euro für Brandschutzsanierung, Heizungsneubau, Instandsetzung von Klassenräumen und Fluren in drei Geschossen) und die Grundschule Oberlichtenau „Am Keulenberg“ in Pulsnitz (446 000 Euro für die Innensanierung) Geld aus dem Investitionsprogramm.

Von Uwe Hofmann und Junes Semmoudi

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