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Umland Landkreis kann kein Geld für Altenberger Eiskanal locker machen
Region Umland Landkreis kann kein Geld für Altenberger Eiskanal locker machen
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16:43 06.12.2017
Weil sie zu gefährlich sind, sollen die Kurven 11 bis 13 der Bob- und Rodelbahn in Altenberg entschärft werden. Quelle: Arno Burgi, dpa
Pirna/Altenberg

Am aktuell geplanten Umbau der Bob- und Rodelbahn in Altenberg wird sich der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Eigentümer nicht beteiligen. Angesichts der klammen Kreiskasse fehlen ihm einfach die erforderlichen Mittel dafür. „Unserem Landkreis sind in den kommenden Jahren finanziell die Hände gebunden. Im Klartext heißt das, mit den vom Kreistag beschlossenen Projekten und den bereits begonnen Maßnahmen, die in 2018 noch fortgesetzt werden müssen, hat der Landkreis seine finanziellen Möglichkeiten für Investitionen im Jahr 2018 nahezu ausgeschöpft“, teilte Landrat Michael Geisler (CDU) am Mittwoch mit. Er erteilt damit einer ins Gespräch gebrachten Übernahme von 20 Prozent der Investitionskosten eine klare Absage. Der Kreis kann keine Eigenmittel für den Umbau derzeit locker machen.

Bereits seit ihrer Einweihung 1987 gilt die 1413 Meter lange Eisschlange im Osterzgebirge als eine der schwierigsten der Welt. Immer wieder kam es zu schweren Stürzen. Da die Geschwindigkeit von Bobs und Schlitten durch die Weiterentwicklung von Aerodynamik und Kufenmaterial zunimmt, steigt auch das Unfallrisiko. Um dies zu minimieren, gibt es Umbaupläne zur Entschärfung des Eiskanals – vor allem der Kurven 11 bis 13 –, die auf Wunsch des Betreibers, der Wintersport Altenberg GmbH, bis zu den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2020 realisiert werden sollen. Rund 2,6 Millionen Euro sind für das Vorhaben veranschlagt (DNN berichteten).

Da der Kreis sich an der Finanzierung nicht beteiligen kann, appelliert Landrat Geisler an Bund und Land: „Die Bob- und Rodelbahn Altenberg ist von nationaler und internationaler Bedeutung. Der Landkreis ist objektiv nicht in der Lage einen sechsstelligen Eigenanteil für diese freiwillige Aufgabe zu tragen. Davon können sich die Verantwortlichen in unseren Kreistagssitzungen gern selbst ein Bild machen. Bund und Land müssen die Finanzierung zu 100 Prozent übernehmen“, fordert Geisler und macht deutlich: „Ansonsten wird es den Umbau nicht geben.“

Von Silvio Kuhnert

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