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Landesuntersuchungsanstalt entdeckt belasteten Wein

Winzer soll Fall selbst klären Landesuntersuchungsanstalt entdeckt belasteten Wein

Der Weinskandal in Sachsen nimmt offenbar kein Ende. Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen hat erneut einen Wein mit „Auffälligkeiten“ bei der Untersuchung auf Pflanzenschutzmittel entdeckt. Dieser sei im Rahmen der Pflichtkontrolle vor der Qualitätsweinprüfung aufgefallen.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden/Meissen. Der Weinskandal in Sachsen nimmt offenbar kein Ende. Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen hat erneut einen Wein mit „Auffälligkeiten“ bei der Untersuchung auf Pflanzenschutzmittel entdeckt. Dieser sei im Rahmen der Pflichtkontrolle vor der Qualitätsweinprüfung aufgefallen, erklärte das sächsische Verbraucherschutzministerium auf Anfrage. Details wurden nicht genannt. Die Begründung: Die in Sachsen verpflichtende Untersuchung der Weine finde auf privatrechtlicher Basis statt und sei keine amtliche Prüfung. Deshalb soll nur der betroffene Winzer informiert werden und nicht etwa andere Behörden, die dann gegen die Verstöße vorgehen könnten. Nach Informationen der DNN ist ein sortenreiner Weißwein des Jahrgangs 2016 in einer Weinkellerei betroffen, der mit einem im Weinbau nicht zugelassenem Fungizid kontaminiert ist. Er darf nach Angaben des Ministeriums vorerst nicht zur Qualitätsweinprüfung angestellt werden.

Ob Weine zur Qualitätsweinprüfung zugelassen werden, obliege dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Dort hat man von dem Fall allerdings erst durch die Presseanfrage erfahren. Und auch die Lebensmittelüberwachung des Landkreises Meißen zeigte sich völlig überrascht, weil sie über Rückstände in einem Wein nichts erfahren hatte.

Das Ministerium erklärte, das privatrechtliche Konstrukt verbiete die Weitergabe von Daten an andere Behörden – offenbar auch, wenn Verstöße gegen Gesetze zum Lebensmittelrecht oder Pflanzenschutz bekannt werden. Der Winzer müsse selbst dafür Sorge tragen, dass der Wein nicht in Umlauf gelangt und mögliche Zulieferer zur Rechenschaft ziehen, hieß es weiter. Bisher wurden im Rahmen der Pflichtkontrolle seit September vergangenen Jahres 145 Qualitäts- und Prädikatsweine untersucht, nur der eine war auffällig. Zudem wurden bei einem Sonderprogramm seit Jahresbeginn vier Landweine untersucht – laut Ministerium ohne Befund.

Von Lars Müller

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