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Landesbühnen Sachsen installieren im Stammhaus Radebeul neue Klimatechnik

Für 740 000 Euro Landesbühnen Sachsen installieren im Stammhaus Radebeul neue Klimatechnik

Dem Publikum einheizen – dagegen hat man bei den Landesbühnen Sachsen nichts. Das Publikum aufheizen möchte Intendant Manuel Schöbel dagegen nicht. Aus diesem Grund haben Arbeiter in den letzten Monaten ein neues Klima- und Belüftungssystem im Radebeuler Stammhaus installiert.

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Landesbühnen-Intendant Manuel Schöbel auf der Baustelle Theaterfoyer. Bis zum Saisonbeginn sollen dort alle Arbeiten erledigt sein.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Dem Publikum einheizen – dagegen hat man bei den Landesbühnen Sachsen nichts. Das Publikum aufheizen möchte Intendant Manuel Schöbel dagegen nicht. Aus diesem Grund haben Arbeiter in den letzten Monaten ein neues Klima- und Belüftungssystem im Radebeuler Stammhaus installiert. Nach dem Bau der Schneiderei und der Theaterwerkstätten sowie der Umgestaltung der Goldnen Weintraube zur Theaterkneipe ist es die nächste große Investition in den Landesbühnen. Rund 740 000 Euro hat das sächsische Finanzministerium dafür aus eigenen Investitionsmitteln bezahlt.

„Es war einfach nötig“, begründet Intendant Schöbel die Investition mit knappen Worten. Denn obwohl das Ensemble im Sommer zumeist die Felsenbühne Rathen bespielt, hatte es in den letzten Jahren einige Auftritte mit heißer, stickiger Luft im Großen Saal gegeben. „Es kann ja auch im Juni oder im September mal heiß sein“, sagt Schöbel. Die bisherige Klimaanlage kam damit nicht so richtig klar. Außerdem hat Schöbel mit der Sommer-Lounge auch eine kleine Spielzeit für die heiße Jahreszeit etabliert, damit das Theater das ganze Jahr über in Radebeul spürbar bleibt. „Da sind wir bei hundert Besuchern im Glasfoyer schon einige Male gehörig ins Schwitzen geraten“, sagt Schöbel.

Diese Tage sind nun vorbei. Wenn am 1. September auf der Hauptbühne zur Spielzeiteröffnung „Im Weißen Rössl“ gespielt wird, können Besucher das erste Mal von der neuen Klimatechnik profitieren. Doch auch auf der Studiobühne, auf der ein paar Tage zuvor schon „Die kleine Hexe Toscanella“ (27.8.), „Alle Kühe fliegen hoch“ und „Die Geschichte von Lena“ (29.8.) zu sehen sind, werde das Publikum eine spürbare Klimaveränderung bemerken, kündigt Schöbel an.

Er legt dabei eine gehörige Portion Optimismus an den Tag, denn noch gleicht gerade das Foyer einer Baustelle. Gemessen am bisherigen Aufwand dürften die noch anstehenden Arbeiten ein Klacks sein, meint jedoch der Intendant. Die umstehenden Bauleute hören’s und nicken dazu. Am Anfang hätten sich die Gehäuse für die Belüftungsschächte auf dem Hof getürmt. „Diese Anlage hat Dimensionen, von denen man sich keine Vorstellung macht“, sagt Schöbel.

Wie sich das für altes Gemäuer gehört, hat es auch Schwierigkeiten beim Bau gegeben. Vor allem als die Lüftungsschächte durchs Dachgeschoss gezogen wurden, habe man wegen der problematischen Gegebenheiten viel umdenken müssen, sagt Schöbel ohne ins Detail zu gehen. Sein Dank gehen an die hauseigene Baureferentin Birgit Schüler, die gemeinsam mit Firmen den Bau doch noch möglich gemacht hat.

Ist es die letzte große Investition im Radebeuler Theater? „Unterhaltungsarbeiten wird es immer geben“, antwortet Schöbel etwas ausweichend. Immerhin den nach 2001 wegen der damals unsicheren Zukunft aufgetretenen Sanierungsstau habe man inzwischen bewältigt. Potenziale gebe es aber noch im westlichen Teil des Gebäudes, das von außen kaum als Teil des Theaters wahrgenommen wird, in dem aber Verwaltungs- und Funktionsräume liegen. In Kellerräumen und im Dachgeschoss gebe es noch einiges zu tun, sagt Schöbel.

Von Uwe Hofmann

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