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Umland Kritik an Kostenschätzung für Freilegung des historischen Brunnens
Region Umland Kritik an Kostenschätzung für Freilegung des historischen Brunnens
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09:11 26.06.2018
Bei Bauarbeiten auf der Dohnaischen Straße wurde der mittelalterliche Sandsteinbrunnen freigelegt und anschließend im Auftrag der Stadtverwaltung mit einer zähflüssigen Masse verlegt. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Pirna

Beim Blick auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung in Pirna am Dienstagabend (26. Juni 2018) schwillt Ronny Kürschner, Vorsitzender des Vereins „Pirna in Aktion“ (PiA), der Kamm. Aus Kostengründen empfiehlt die Verwaltung den Räten, die Freilegung des bei Bauabreiten im Juli 2016 gefundenen Brunnens auf der Dohnaischen Straße abzulehnen. „Die Stadtverwaltung ruft horrende Kosten auf, damit das Projekt stirbt! Den Stadträten wird eine Kostenschätzung vorgelegt, die einem Brunnenneubau entspricht“, moniert Kürschner.

Der PiA-Vorstand hatte eine Initiative zur Freilegung des Brunnens gestartet. Das rund 700 Jahre alte Bauwerk ließ die Stadt noch am selben Tag der Entdeckung wieder verfüllen. Dies hat damals schon für Proteste gesorgt und Kürschner sammelte zu Beginn dieses Jahres über 10000 Euro an Spenden, um die Füllmasse zu entfernen, über den sechs Meter tiefen Schacht eine Glasplatte zu legen und so den mittelalterlichen Wasserbehälter für Gäste der Stadt sichtbar zu machen.

Der Stadtrat muss nun entscheiden, ob er dem Vorschlag von PIA und den Spendern zur Sichtbarmachung folgt. Die Stadtverwaltung geht von Ausgaben von rund 100000 Euro aus. Von „Mondpreisen“ spricht Kürschner welche die Verwaltung ihrer Kalkulation zugrundegelegt habe. So werden beispielsweise rund 3000 Euro für Beschilderung und Absperrung der Baustelle veranschlagt. Wie Kürschner von einem Unternehmer erfuhr, habe dieser dafür nur 1000 Euro für eine ganze Woche gezahlt. Länger würden die Arbeiten am Brunnen nicht dauern, meint Kürschner.

„Die Kostenschätzung ist das Ergebnis unserer Untersuchungen“, entgegnet Stadtsprecher Thomas Gockel. Alles was für die Freilegung notwendig sei, wurde mit entsprechenden Kosten unterlegt. Dazu wurden unter anderem auch Meinungen von Fachleuten aus Planungsbüros eingeholt, so der Stadtsprecher.

Von Silvio Kuhnert

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