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Kötzschenbroda soll einen Schulcampus erhalten

Radebeuler Bildungslandschaft Kötzschenbroda soll einen Schulcampus erhalten

Mit einem Grundsatzbeschluss soll am Mittwoch der Radebeuler Stadtrat über die Zukunft des Schulstandortes in Kötzschenbroda entscheiden. Auf Vorschlag von OB Bert Wensche und seiner Verwaltung soll die Oberschule einen Neubau erhalten und das in unmittelbarer Nähe zur Grundschule.

Das Gebäude der Radebeuler Besitzgesellschaft und die benachbarte Kita (r.) sollen für den Neubau einer Oberschule weichen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Die Oberschule Kötzschenbroda soll einen Neubau erhalten und das in unmittelbarer Nähe zur Grundschule. „An verschiedenen Standorten zu bauen, ist immer falsch“, meint Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Deshalb schlägt er dem Stadtrat eine Campuslösung für den Schulstandort in Radebeul-West vor. Die Räte sollen auf ihrer Sitzung am Mittwoch eine Grundsatzentscheidung treffen.

Zwar sind beide Schulen schon jetzt in zwei Gebäuden an der Harmoniestraße untergebracht, allerdings erfüllen die Schulhäuser nicht mehr die Raumanforderungen, die an den Unterricht in der heutigen Zeit gestellt werden. Die Stadt stand also vor der Frage, ob die Grund- oder die Oberschule umzieht und vor allem wo die Mädchen und Jungen künftig lernen sollen. Zwischen Harmoniestraße und Hermann-Ilgen-Straße bieten sich zwei Grundstücke für ein Neubauprojekt an. Auf ihnen befinden sich derzeit noch der Sitz der Besitzgesellschaft der Stadt Radebeul (BZGR) sowie eine Kita mit 56 Plätzen. Beide sollen für einen Schulneubau weichen, der schräg gegenüber der Grundschule seinen Platz finden soll.

„Keiner weiß, wie die Schulpolitik in Sachsen in den nächsten 50 Jahren aussieht“, sagt Wendsche. Wenn beide Schulen in unmittelbarer Nähe verbleiben, sei die Stadt sowohl für ein längeres gemeinsames Lernen bei einer verlängerten Grundschulzeit als auch für das Projekt einer Gemeinschaftsschule am Standort Kötzschenbroda gewappnet, sollte dies in den nächsten Jahrzehnten von der Landespolitik gewünscht sein. Daher wird vonseiten der Verwaltung ein Schulcampus favorisiert und der Umzug einer der beiden Schulen in einen Neubau an der Wilhelm-Eichler-Straße verworfen.

Bei der Überlegung, welcher Schultyp ein neues Gebäude bekommen soll, spielten zwei Aspekte eine Rolle: die Unterbringung des Horts und die Bauzeit. Der Schulhort könnte im jetzigen Gebäude der Oberschule untergebracht werden. Und wenn die Grundschule in ihrem Domizil verbleibt, kann die Stadt die Brandschutzertüchtigung des Schulhauses samt Anbau mit Treppenhaus und Sanitärtrakt parallel zum Oberschulneubau angehen. In 2019 sollen die Planungen für beide Vorhaben fertig sein. „In 2020 und 2021 wollen wir bauen“, so Wendsche. Der Umzug des Hortes komme später.

Für den Schulneubau rechnet die Verwaltung mit Baukosten von rund zehn Millionen Euro. Die Investitionssumme für die Sanierung der Grundschule plus Anbau schätzt Wendsche auf rund eine Million Euro. Um beide Vorhaben finanziell stemmen zu können, möchte die Stadt Zuschüsse aus dem Sanierungsgebiet „Zentrum Radebeul-West“ nutzen. Mittel aus dem Förderprogramm stehen bis zum Jahr 2023 zur Verfügung. Daher sitzt der Stadt die Zeit im Nacken.

Für die Realisierung des Schulhausneubauprojekts müssen die Besitzgesellschaft und die Kita an der Harmoniestraße umziehen. Die Kindertagesstätte soll in die Nähe des Neubaukomplex an der Kötitzer Straße verlagert werden. Auf dem Areal des alten Sportplatzes sind bis zu 300 Wohneinheiten geplant. Im künftigen Wohnquartier wäre der rasche Bau einer Kita in Modulbauweise, also aus Fertigbauteilen, möglich. Und für den Sitz der städtischen Wohnungsgesellschaft BZGR ist bereits ein Grundstück in Radebeul-Ost reserviert.

Von Silvio Kuhnert

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