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Königstein bietet Bauleuten reichlich Arbeit

Sanierung und Instandhaltung der Festung Königstein bietet Bauleuten reichlich Arbeit

Die Festung Königstein hält Bauarbeiter in Lohn und Brot. Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen rund 63,6 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt. In diesem und nächsten Jahr kommen weitere fast 3,9 Millionen Euro hinzu. Als großes Bauvorhaben steht gegenwärtig die Georgenburg auf dem Plan.

Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen rund 63,6 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt.

Quelle: dpa

Königstein. Die Festung Königstein hält Bauarbeiter in Lohn und Brot. Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen rund 63,6 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt. In diesem und nächsten Jahr kommen weitere fast 3,9 Millionen Euro hinzu. Als großes Bauvorhaben steht gegenwärtig die Georgenburg auf dem Plan. „Sie ist im Kern der älteste Teil der Festung“, berichtet Kai-Uwe Beger, der beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) für die Feste zuständige Sachgebietsleiter. Die Grundmauern haben ihre Wurzeln in der mittelalterlichen Burganlage, der letzte große Umbau wurde im Jahr 1619 beendet.

Weit sichtbar strahlt die Außenfassade bereits im hellen Farbton über das Elbtal. Sie wurde im Zuge der Sanierung der Westbebauung mit Torhaus und Streichwehr erneuert. Nun ist der Innenausbau dran. Dieser begann nach dem Umzug der Festungsverwaltung in ihr Interimsquartier im Friedenslazarett im November 2016. „Momentan wird der Wendelstein instandgesetzt, die Abbrucharbeiten haben begonnen“, informiert Beger. Alle wesentlichen Gewerke wie Heizung, Stark- und Schwachstrom, Tischlerarbeiten, Estrich und Trockenbau sind in der Vergabe. Im 2. Quartal 2018 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Es entstehen neben neuen Büros für die Verwaltung Räume für Sonderausstellungen und eine wissenschaftliche Bibliothek.

Insgesamt betreut der Freistaat 106 Gebäude und technische Anlagen auf dem Felsplateau. Für den Erhalt stehen in den kommenden Monaten Dachreparaturen, Sicherungsarbeiten an Fels und Mauerwerk sowie Putz- und Malerarbeiten an. So wird beispielsweise die Fassade der Friedrichsburg instandgesetzt. Sie wurde bei einem heftigen Gewitterguss durch Hagel beschädigt. Beim Panorama-Aufzug, einer Einzelanfertigung, sind alle Kinderkrankheiten soweit abgestellt. Was noch fehlt, ist eine Wärmeregulierung. An heißen Sommertagen heizt sich die Kabine durch die Glaswände schnell und stark auf. Damit die Festungsbesucher künftig nicht mehr weiter ins Schwitzen kommen, wird die Wärmeregulierung verbessert.

Während die Sanierung der Georgenburg noch läuft, beginnt das SIB in diesem Jahr bereits mit der Planung neuer Projekte auf der Festung. Als nächstes großes Sanierungsvorhaben steht im Anschluss die Kaserne A auf der Agenda. „Sie ist über 400 Jahre alt und ist wohl eines der ältesten Kasernengebäude in Deutschland und gar Europas“, sagt Festungschefin Dr. Anglika Taube. Die Sanierung startet voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Ein weiteres Großprojekt, wofür die Vorplanungen laufen, ist die Neugestaltung des Festungsvorplatzes. „Er ist unsere Visitenkarte“, meint Taube, aber derzeit nicht besonders einladend. Die Verkehrsströme mit Bussen, Lieferfahrzeugen, Festungsexpress und Fußgängern seien chaotisch und sollen neu geordnet werden. Verschlissen sind zudem die Gebäude aus DDR-Zeiten. Bevor aber eine detaillierte Planung beginnen kann, ist ein Bebauungsplanverfahren erforderlich. Das läuft bereits.

Von Silvio Kuhnert

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