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Koch gesteht Banküberfall in Heidenau – erbeutet hat er nichts

Überfall aus Geldnöten Koch gesteht Banküberfall in Heidenau – erbeutet hat er nichts

Der Heidenauer Sparkassen-Räuber ist unter Auflagen wieder auf freiem Fuß. Das hat am Donnerstagabend die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Pirna entschieden. Den Ermittlern gegenüber hatte er nach seiner Festnahme am Vorabend die Tat gestanden und Reue gezeigt.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Heidenau/Pirna.  Der Heidenauer Sparkassen-Räuber ist unter Auflagen wieder auf freiem Fuß. Das hat am Donnerstagabend die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Pirna entschieden. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst Untersuchungshaft wegen räuberischer Erpressung beantragt. Der 34-Jährige hatte am Mittwochnachmittag die Sparkassen-Filiale am Böhmischen Weg überfallen und war vier Stunden nach dem Überfall in einer Kleingartensparte in Dresden-Leuben von der Polizei gestellt worden. Dort ließ sich der gebürtige Pirnaer von den Beamten widerstandslos festnehmen.

Den Ermittlern gegenüber hatte er nach seiner Festnahme die Tat gestanden und Reue gezeigt. Als Motiv für den Banküberfall nannte der Koch den Kriminalisten seine schlechte finanziellen Lage und „Druck“, der durch seine derzeitige Freundin auf ihm laste. Der Vater zweier Kinder wurde am späten Donnerstagnachmittag der Haftrichterin in Pirna vorgeführt. Sie setzte den Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug.

Der Grund dafür dürfte unter anderem sein, dass der Heidenauer offenbar nichts erbeutet hat. Nachdem er mit einem DIN-A4-Zettel, auf dem er mit den selbst geschriebenen Worten „Überfall, ich habe eine Bombe mit, Geld raus 3000 Euro“ gedroht hatte, gab ihm zwar eine der drei Sparkassenangestellten eine sogenannte white-card (Geldkarte zur Bargeldabhebung). Laut den Ermittlern sei diese jedoch nicht eingelöst worden. Warum es ihm nicht gelungen sei, sich Geld auszahlen zu lassen, könne nach den bisherigen Ermittlungen nur spekuliert werden.

Dank Zeugenhinweisen auf die bereits zwei Stunden nach dem Überfall veröffentlichten Fahndungsfotos, die von der Videoüberwachung aus dem Schalterraum der Sparkasse stammen, gelang es der Polizei den Täter schnell auf die Spur zu kommen. Eine ehemalige Freundin hatte ihren Ex wieder erkannt. Außerdem bekam die Polizei Tipps, wo sich der Gesuchte aufhalten könnte. Keine vier Stunden nach dem Überfall konnten sie ihn dingfest machen.

Von Daniel Förster

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