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Kleinwachau mit weiteren Bau-Plänen

Lücke im Wohnangebot Kleinwachau mit weiteren Bau-Plänen

Kaum haben die Bauarbeiter im Epilepsiezentrum Kleinwachau nach Fertigstellung des Klinik-Neubaus das Feld geräumt, liegen auf dem Tisch von Geschäftsführer Martin Wallmann schon wieder neue Architekten-Zeichnungen. Diesmal für das Tannenhaus, in dem mit insgesamt 40 Plätzen ein Wohn- mit einem Pflegeheim kombiniert werden sollen.

So soll das neue Tannenhaus einmal aussehen.

Quelle: RomanBine

Radeberg. Kaum haben die Bauarbeiter im Epilepsiezentrum Kleinwachau nach Fertigstellung des Klinik-Neubaus das Feld geräumt, liegen auf dem Tisch von Geschäftsführer Martin Wallmann schon wieder neue Architekten-Zeichnungen. Diesmal für das Tannenhaus, ein Doppelhaus, in dem mit insgesamt 40 Plätzen ein Wohn- mit einem Pflegeheim kombiniert werden sollen. Alles komplett barrierefrei und aktuellsten Standards entsprechend. „Damit schließen wir eine Lücke vor allem für ältere Menschen mit Epilepsie und schweren Behinderungen, die zum Ende ihres Lebens extrem pflegebedürftig sind“, erklärt Wallmann. „Wir wollen sie nicht in eine Pflegeeinrichtung abgeben, sondern das ihnen gegeben Versprechen einlösen, dass sie, wenn sie das möchten, bis an ihr Lebensende bei uns bleiben können.“ schließlich verfüge Kleinwachau über die für sie beste medizinische Versorgung, mit Notfall-EEG und Fachärzten direkt vor Ort. Weitere fünf Plätze mit je einem Einmann-Appartement im Untergeschoss sollen der Kurzzeit-Betreuung vorbehalten sein. „Hier könnten zum Beispiel behinderte Menschen aufgenommen werden, wenn deren Eltern oder Angehörige in den Urlaub fahren“, erläutert der Geschäftsführer des Epilepsiezentrums.

Gebaut werden soll der zweigeschossige Flachbau schräg gegenüber vom Fachkrankenhaus für Neurologie, dort, wo schon früher ein „Tannenhaus“ stand, weswegen auch dessen Name übernommen werden soll. Wenngleich mit dem geplanten Neubau der Name „Tannenhaus“ wieder belebt wird, werden zwischen beiden Gebäuden Welten liegen. Das 1974 errichtete „Tannenhaus“ diente als Wohnbaracke für die Mitarbeiter der Einrichtung und wurde, asbestbelastet, 2009 abgerissen. Der Nachfolge-Bau soll als Heim einer neuen Generation modernsten Maßstäben gerecht werden. Wallmann rechnet mit Baukosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro und hofft, dass davon der Freistaat wenigstens die Hälfte übernimmt, geht es doch letztlich auch darum, in Kleinwachau schrittweise das Ende 2016 vom Bundestag beschlossene Bundesteilhabegesetz umzusetzen. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, damit das Haus 2020 seiner Bestimmung übergeben werden kann. „Derzeit bereiten wir dafür die Unterlagen zur baufachlichen Prüfung vor“, erklärt Wallmann.

Mit den Plänen für das neue Tannenhaus reagiert das Epilepsiezentrum auf den Umstand, dass auch seine Klienten älter werden. „In Größenordnungen erreichen unsere Leute jetzt das Rentenalter“, so Wallmann. Derzeit werden von seiner Einrichtung 217 Menschen betreut. Die älteste von ihnen wird in Kürze 92 Jahre. Doch der Anlass für den Neubau ist noch ein anderer. Im künftigen Tannenhaus sollen auch die Bewohner des Berghauses ein neues Zuhause bekommen. Das Berghaus mit seinen 22 Wohnplätzen ist das zweitälteste Gebäude in Kleinwachau und muss dringend saniert werden. Für die derzeitigen Bewohner hätte man unterdessen mit viel Aufwand eine Zwischenlösung suchen müssen. Besser sei es, wenn sie gleich in einen komfortablen Neubau umziehen können, ist man in Kleinwachau überzeugt.

Ins sanierte Berghaus sollen vor allem Schüler der Förderschule einziehen, um sie nach ihrer Schulzeit beim Start in ein selbstständiges Leben unterstützen zu können.

Von Bernd Lichtenberger

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