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Umland Kleinwachau freut sich auf neues „Tannenhaus“
Region Umland Kleinwachau freut sich auf neues „Tannenhaus“
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11:03 06.10.2018
Symbolischer erster Spatenstich am Donnerstagnachmittag für das neue Wohn- und Pflegeheim. Quelle: Bernd Lichtenberger
Radeberg

Schon wieder ein 1. Spatenstich in Kleinwachau. Das Sächsische Epilepsiezentrum Radeberg baut ein modernes Wohn-und Pflegeheim. Bis Mitte 2020 sollen darin 40 Apartments entstehen.

Eigentlich sind es zwei Häuser, hatte Geschäftsführer Martin Wallmann vor dem feierlichen Spatenstich am Donnerstagnachmittag erklärt, denn in der einen Haushälfte werden 20 Wohnangebote für Menschen mit Epilepsie und schweren Behinderungen realisiert, während in der anderen Hälfte Raum für eine Pflegeeinrichtung mit ebenfalls 20 Plätzen entsteht.

„Damit schließen wir eine ganz wichtige Lücke in unserem Angebot“, betonte er. „Bei uns leben Personen, die im höheren Alter oft pflegebedürftig werden.“ Noch sei das Epilepsiezentrum zu oft gezwungen, sie aus Platzgründen in andere Einrichtungen zu verlegen. Das soll nach der Fertigstellung des Wohn- und Pflegeheims die Ausnahme sein. „Wir möchten nicht, dass diese Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld plötzlich umziehen müssen. Schließlich haben wir hier in Kleinwachau die beste medizinische Versorgung, mit Notfall-EEG und Fachärzten direkt vor Ort. Es ist menschlich einfach der richtige Schritt. Wir wollen die Pflegeplätze hier vor Ort haben.“

Beim Freistaat Sachsen stieß das Epilepsiezentrum mit diesen Absichten auf offene Ohren. „Gute Pflege beginnt mit Respekt – Respekt vor der Lebensleistung der altgewordenen Menschen und Respekt vor ihren Wünschen und Bedürfnissen, wenn sie unsere Hilfe, Unterstützung und Pflege benötigen. Umso mehr gilt dies für Menschen mit Behinderungen, denn auch sie wollen bei Pflegebedürftigkeit ihre Teilhabe weiter verwirklichen“, so Staatssekretärin Regina Kraushaar, bevor auch sie zum Spaten griff.

Der Freistaat Sachsen fördert den Neubau, der insgesamt rund 5,9 Millionen Euro kostet, mit etwa 2,9 Millionen Euro. Die genaue Fördersumme kennt Wallmann noch nicht, denn noch hat er den Fördermittelbescheid nicht in den Händen. „Noch werden die Unterlagen geprüft“, bedauert er, weil der Winter vor der Tür steht.

Was das heißen kann, hat Wallmann beim jüngsten Krankenhaus-Erweiterungsbau erlebt. Deshalb werde man vorerst noch nicht wirklich mit dem Bau beginnen können, sondern ihn nur vorbereiten. Vor allem gehe es darum, alte Leitungen im Baugrund zu finden und bei Bedarf zu verlegen, denn wo in Kürze gebuddelt werden soll, stand schon einmal ein „Tannenhaus“. Es war eine Art Wohnbaracke, die zu DDR-Zeiten mit Geldern aus dem Westen errichtet wurde, um dem Kleinwachauer Personal Unterkünfte bieten zu können. Marode und asbestverseucht wurde das Gebäude abgerissen.

Auch der Landkreis Bautzen beteiligt sich finanziell am Neubau, weil er einen wichtigen Schritt zur oft beschworenen Inklusion darstellt.

Von Bernd Lichtenberger

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