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Umland Kita-Neubau steht auf der Kippe
Region Umland Kita-Neubau steht auf der Kippe
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16:31 08.01.2019
Symbolfoto. Quelle: dpa
Ottendorf-Okrilla

In Sachen Kinderbetreuung knirscht in Ottendorf-Okrilla förmlich Sand im Getriebe. Eltern bemängelten in jüngster Vergangenheit die Betreuungsqualität vor allem aufgrund von krankheitsbedingter Personalknappheit. Dadurch sah sich der Gemeinderat dazu gezwungen, auf eine Erhöhung der Elternbeiträge zu verzichten. Nun droht zu allem Überfluss auch ein Engpass bei den Betreuungsplätzen. Am Montag zog der Gemeinderat Konsequenzen.

So soll noch dieses Jahr das Personal in den gemeindeeigenen Kindertagesstätten über den gesetzlichen Personalschlüssel hinaus aufgestockt werden. Die Mehrkosten für diese beiden zunächst auf zwei Jahre befristeten Stellen betragen laut Kämmerer Robin Lehmann rund 110000 Euro jährlich. Dabei geht die Gemeinde davon aus, dass die Eltern im Gegenzug eine höhere Beteiligung an den Kosten akzeptieren. Entsprechend positive Signale gab es im Vorfeld von den Elternvertretern.

Damit ist die Kuh für Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) in Sachen Kinderbetreuung aber noch längst nicht vom Eis, wie der weitere Sitzungsverlauf deutlich machte. Denn es zeichnet sich seit längerer Zeit ab, dass die derzeit 593 Kinderbetreuungsplätze schon sehr bald nicht mehr ausreichen und ein Kindergartenneubau unabdingbar ist.

Vor diesem Hintergrund schlug der Redebeitrag von Gemeinderat Kai Albertowski (CDU) wie eine Bombe ein. Demnach ist der Startblock e.V., der als Freier Träger den Kindergarten „Schwalbennest“ betreibt, bestrebt, eine neue Kindereinrichtung mit einer Kapazität von 65 Plätzen zu bauen. Dieses Anliegen ist nicht neu. Auch war bekannt, dass der Verein und die Gemeindeverwaltung ihre Interessen bisher nicht bündeln konnten. Was seitens der Gemeinde vor allem finanzielle Gründe haben dürfte.

Die Rathausverwaltung muss nun schnellstens in die Spur findet, sonst droht aufgrund der Hängepartie ein massiver Verlust an Fördergeldern. Denn es ist dem Startblock e.V. gelungen, dass der Landkreis Bautzen das Neubauprojekt auf die Prioritätenliste gesetzt hat, was eine 50-prozentige staatliche Förderung in Höhe von 815000 Euro bedeuten würde. Dieses Geld fließt aber nur, wenn die Gesamtfinanzierung abgesichert ist. Der Nachweis dafür muss bis zum Monatsende erbracht werden. Sonst ist das Geld quasi futsch. Was in dieser Deutlichkeit dem Gemeinderat offenbar bislang nicht bekannt war. Albertowski warf dem Rathauschef deshalb „massive Versäumnisse“ vor. „Nichts ist geklärt“, haderte auch René Edelmann (Linke).

Langwald soll sich nun – salopp ausgedrückt – die Spendierhosen anziehen und mit dem Vereinsvorstand kurzfristig ein Finanzierungsmodell aushandeln. Liefert Langwald pünktlich, könnte der Gemeinderat zur Sondersitzung am 28. Januar die Weichen für einen Kindergartenneubau stellen.

Von Werner Peters

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