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Kein Supersommer: Freibäder der Region rechnen nicht mehr mit Rekordzahlen

Kein Supersommer: Freibäder der Region rechnen nicht mehr mit Rekordzahlen

Radebeul/Coswig/Weinböhla. Da beißt die Maus keinen Faden ab: Die Zeiten, da die Leute zuhauf in die Freibäder strömten, sind lange vorbei. Zu viele Alternativen gibt es.

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Das Bilzbad mit seinem historischen Wellenspiel lockt zahlreiche Badegäste an - wenn Petrus mitspielt.

Quelle: Martin Förster

Badegäste kämen nur noch bei eitel Sonnenschein, konstatiert Andreas Seelig, Leiter des Badesees Kötitz. Angesichts des durchwachsenen Wetters fällt seine Besucherbilanz ebenso wie die seiner Kollegen verhalten aus.

RADEBEUL

Rolf Schachtschneider, Leiter des Bilzbades, rechnet mit einem "durchschnittlichen Sommer". Reichlich 25 000 Badegäste seien bisher gekommen. "Dass wir den Rekord vom vergangenen Jahr brechen, daran glaube ich nicht mehr", meint der 55-Jährige. Dazu sei das Wetter zu durchwachsen gewesen bisher. 2013 hatte das vor allem wegen seines historischen Wellenspiels belieb- te Bad mit 47 500 Gästen das beste Ergebnis seit 2003 erzielt. Trotzdem zieht es mehr Badegäste nach Kötitz. "Der Badesee liegt ein ganzes Stück günstiger", erklärt Schachtschneider. Um ins Bilzbad zu gelangen, müsse man die 250 Meter Höhenunterschied von der Stadt unten überwinden. "Außerdem haben wir eine ganz schlechte öffentliche Verkehrsanbindung hier", ärgert er sich. Die meisten Besucher kämen daher mit dem Auto. Das Bilzbad ist aus Schachtschneiders Sicht gut in Schuss: "Wir haben 1998 das Wellenbad rekonstruiert und vor zwei Jahren das Nichtschwimmerbad neu gebaut." Begehrlichkeiten gebe es natürlich immer. Der Sozialtrakt sei 40 Jahre alt, da müsse sich etwas tun. "Außerdem haben wir zu wenige Parkplätze für die vielen Autos", betont der Bilzbad-Chef, der seit 1991 dort arbeitet.

"Ich bin bisher noch nicht wirklich zufrieden", meint Anne Kasper, seit 1999 Leiterin des Lößnitzbades. Wenn an einem sonnigen Sonntag 1000 Leute zu dem ruhig gelegenen Naturbadesee kämen, sei das ein Spitzentag, sagt die 34-Jährige. Derzeit seien es im Schnitt 300 Badegäste. Das Lößnitzbad war bekanntlich vom Hochwasser im vergangenen Jahr betroffen. Von Juni bis Mitte August musste es geschlossen bleiben. "Dann hatten wir noch vier Wochen geöffnet", berichtet Anne Kasper. Entsprechend verbuchte das Bad mit 2200 Gästen das miserabelste Ergebnis seit seiner Eröffnung im Jahr 1952.

Der Eintritt ins Bad, dessen Ausstattung zum Teil noch aus der Entstehungszeit stammt, kostet wenig. Erwachsene zahlen 2,50 Euro, Kinder einen Euro. Weiteres Plus: "Wer wirklich seine Ruhe haben will, der fährt zu uns", sagt Anne Kasper.

COSWIG

"Die Leute kommen nur, wenn wirklich kein Wölkchen am Himmel ist", bedauert Andreas Seelig, Leiter des Badesees Kötitz. Dann seien es am Wochenende schon mal 3500 pro Tag. In der Woche kämen in der Regel zwischen 500 und 1500 Badelustige. Seelig findet es schade, dass die Jugendlichen heutzutage oft lieber vorm Computer sitzen, statt baden zu gehen. Noch in den 1990er Jahren hat er meist 60 000 Badegäste pro Jahr gezählt. "Jetzt kleckern wir bei 40 000 bis 50 000 Besuchern herum", sagt Seelig, der seit 15 Jahren in Kötitz Dienst tut.

Die Schäden des Hochwassers vom vergangenen Jahr seien beseitigt, gibt er Auskunft. Überhaupt sei das Bad in bestem Zustand. Auch der Campingplatz laufe gut.

WEINBÖHLA

Abhängig vom Wetter lassen es sich täglich zwischen 250 und 500 Badegäste im Weinböhlaer Elbgaubad gutgehen. "Wenn die Ferien losgehen, werden es allerdings weniger Besucher", berichtet Peter Fröbel, Leiter des Weinböhlaer Elbgaubades. Viele Familien würden in den Urlaub fahren, Kinder seien oft bei den Großeltern. Weil das Bad ein wenig außerhalb liegt, kämen auch kaum Touristen vorbei. Das Naturbad mit seiner großen Liegewiese sei vor drei Jahren saniert worden, erklärt Fröbel, der seit 2002 im Elbgaubad beschäftigt ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2014

Katrin Richter

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