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Umland Karrasburg Museum Coswig zeigt Arbeiten des Freiluftmalers Steffen Gröbner
Region Umland Karrasburg Museum Coswig zeigt Arbeiten des Freiluftmalers Steffen Gröbner
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20:07 29.03.2018
„Hoflößnitz im Herbst“ lautet der Titel der abgebildeten Arbeit in Öl von Steffen Gröbner, die der Landschaftsmaler im Jahr 2016 schuf. Quelle: Repro. Silvio Kuhnert
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Coswig/weinböhla

Die romantische Seele der Landschaft und Natur aufzuspüren, ist das tiefe Anliegen der Kunst von Steffen Gröbner. Seit 2004 ist der Weinböhlaer freischaffend vor allem als Landschaftmaler tätig. Unter dem Titel „Nah und fern“ zeigt das Coswiger Karrasburg Museum zurzeit in einer Sonderausstellung einen breiten Querschnitt seines Schaffens.

„Der Ausstellungstitel kommt mir sehr entgegen, da ich als Freilichtmaler viel unterwegs bin“, sagt der Künstler, der 1974 in Dresden das Licht der Welt erblickte. Ob Regionen Mitteldeutschlands, die Ostseeküste im Norden oder Italien im Süden – Gröbner sieht es immer wieder ins Freie. „Mein Atelier ist die Natur. Ich habe eine kleine Wohnung, die mehr als Bilderlager dient“, berichtet der gelernte Porzellanmaler. Er hat dort zwar einen kleinen Raum, wo er vorwiegend in der kalten Jahreszeit an Radierungen und Druckgrafiken arbeitet. Mit Pinsel und Ölfarben zieht es ihn jedoch immer wieder nach draußen. So hält er das verschneite Schloss Moritzburg ebenso in Farbe fest wie den Seerosenteich im Spitzgrund, Ansichten von Brockwitz, Sonnenuntergänge am Darß oder das Abendlicht an der Elbe. Um die richtige Stimmung einzufangen, nimmt sich Gröbner Zeit. So dauerte es beispielsweise fast zwei Jahre, bis er am Ölbild „Abendfrieden an der Gauernitzer Insel“ – ein Lieblingsort von ihm wie die Insel Rügen – weitermalen konnte, weil in der Zwischenzeit die Sonne nicht in dem intensiven Gelbton schien, der ihn zum ersten Pinselstrich zu dieser Arbeit inspirierte.

„In der Karrasburg sind auf engem Raum viele Regionen vereint: das Erzgebirge, die Ostsee, sächsische Landschaften und die Saale, die ich über acht Jahre komplett bereist habe“, berichtet Gröbner. Fast 60 Ölbilder, rund 50 Grafiken, diverse Aquarelle, Skizzen, Studien und Radierungen hat der Künstler für seine erste große Personalausstellung in Coswig ausgewählt. Die Arbeiten waren vorher in noch keiner Ausstellung zu sehen. Einige, vor allem die aus dem Coswiger Raum, sind erst entstanden, nachdem er mit Museumsleiterin Evelies Baumann die Pläne zu dieser Schau geschmiedet hatte.

Neben der in seinen Werken unverkennbaren Leidenschaft für Abendstimmung am Wasser wird Gröbner immer wieder vom Herbst in seinen Bann gezogen. „Es ist der Höhepunkt des Jahres“, sagt er über seine Lieblingsjahreszeit. Denn dann findet er in der Landschaft die größte Leuchtkraft vor. „Diese Farbigkeit kommt dem mediterranen Charakter am nächsten“, meint Gröbner.

Nach seiner Ausbildung zum Porzellanmaler in der Porzellan-Manufaktur Meissen, begann er 1992 eine Ausbildung in Malerei und Grafik bei den akademischen Malern Manfred Wünsche, Heinz Löffler und Ulrich Jungermann, ebenfalls in Meißen. Seither hat er sich der romantisch geprägten Freilichtmalerei verschrieben und lebt seit 14 Jahren als freischaffender Künstler.

„Nah und fern – Landschaftsmalerei von Steffen Gröbner“ – bis 20. Mai 2018 im Karrasburg Museum Coswig, Karrasstraße 4; Öffnungszeiten: Di. und Do. von 12 bis 18 Uhr, Sa. und So. von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung, zum Osterfest: Karsamstag und Ostersonntag 14 bis 18 Uhr, Ostermontag geschlossen

Von Silvio Kuhnert

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