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Karl-May-Fest lädt zu Weltreise ein: Blick gen Balkan und Indien

„Abenteuer Welt“ Karl-May-Fest lädt zu Weltreise ein: Blick gen Balkan und Indien

Das Radebeuler Karl-May-Fest lädt in diesem Jahr zu einer Weltreise ein. Unter dem Motto „Abenteuer Welt“ richtet das Spektakel vom 26. bis 28. Mai nicht nur den Blick nach Nordamerika, sondern auch auf den Balkan, nach Indien und Pakistan.

Apache-Live-Stunt-Show bei den Karl-May-Festspielen in Radebeul.

Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv

Radebeul. Der Wilde Osten ruft: Das Karl-May-Fest in Radebeul erwartet in diesem Jahr wieder 30 000 Besucher. Bei seiner 26. Ausgabe (26. bis 28. Mai) lädt das Spektakel zu einer Weltreise ein - schließlich hat auch die Fantasiewelt des Schriftstellers Karl May (1842-1912) mehrere Kontinente umfasst. Unter dem Motto „Abenteuer Welt“ richtet das Fest nicht nur den Blick nach Nordamerika, sondern auch auf den Balkan, nach Indien und Pakistan, gab die Stadt Radebeul am Donnerstag bekannt.

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Am Wochenende fanden in Radebeul die 25. Karl-May-Festtage statt.

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Nach den Worten von Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) ist Karl May aktueller denn je. Sein Werk stehe für Völkerverständigung und Neugier auf andere Kulturen. Mays Helden habe ein natürlicher Tatendrang und die Freude an Entdeckungen in fremde Länder geführt: „Ohne Scheu oder Vorurteile ließen sie sich auf fremde Bräuche und Gepflogenheiten ein und lernten die Welt in all ihrer Vielfalt kennen und schätzen.“ Diese Vielfalt wolle man bei dem Fest dokumentieren.

Allerdings sind die Radebeuler dieses Mal zum Umplanen gezwungen. Am Hohen Stein, einem markanten Felsen und beliebten Schauplatz des Festes, brütet eine Wanderfalken-Pärchen. Veranstaltungen müssen deshalb verlegt werden. Abstriche am Programm soll es aber nicht geben. Zu den Höhepunkten zählen wieder eine Sternreiter-Parade sowie inszenierte Überfälle auf die Schmalspurbahn im Lößnitzgrund, die während der Festtage Santa-Fe-Express heißt.

Radebeul ehrt Karl May bereits seit 1992 jedes Jahr mit einem Fest. Dann wird der Lößnitzgrund zum Wilden Osten, der die Besucher in die Fantasiewelt des Dichters entführt. Radebeul bietet dabei nicht nur Abenteuer-Romantik, sondern macht auch Traditionen und Bräuche der Indianer bekannt. In diesem Jahr ist beispielsweise der Künstler Ed E. Bryant dabei. Er wuchs an der Nordwestküste Kanadas auf und gehört zur Stammesgruppe der Tsimshian.

Bryant stellt für das Fest einen sieben Meter hohen Totempfahl her. Es habe in seiner Kultur kein geschriebenes Wort gegeben - weder Bücher noch Steintafeln, berichtete der Künstler am Donnerstag. Vielmehr sei die Geschichte mündlich überliefert worden. Die Figuren und Symbole auf den Totempfählen würden diese Geschichte erzählen. „Man musste die Wahrheit erzählen, eine andere Option gab es nicht“, sagte Bryant und spielte damit auf einen Umstand an, der in Zeiten von Fake News durchaus nicht mehr selbstverständlich ist.

Karl May stammt aus Hohenstein-Ernstthal unweit von Chemnitz. Er schrieb mehr als 80 Romane. Die meisten davon wurden weltweit in Dutzende Sprachen übersetzt. Wesentliche Teile des Gesamtwerkes verfasste er in Radebeul, wo er von 1895 bis zu seinem Tod lebte.

dpa

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