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Umland KTP plädiert für ein Kulturhaus im „Weißen Roß“
Region Umland KTP plädiert für ein Kulturhaus im „Weißen Roß“
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11:50 26.08.2017
Die Gaststätte „Weißes Roß“ an der B 172 verfügt über einen großen Saal, der seit Mitte der 1980er Jahre außer Betrieb ist. Quelle: Silvio Kuhnert

In der Diskussion um die Wiederbelebung des früheren Volkshauses und dessen Umbau zu Pirnas künftiger Veranstaltungs- und Kulturstätte hat sich die Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP) zu Wort gemeldet. „Mit dem ehemaligen Saal im ’Weißen Roß’ steht ein Ort zur Verfügung, der im kulturellen Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger Pirnas noch verankert ist – ein Aspekt, der in seiner Tragweite nicht unterschätzt werden darf“, schreibt KTP-Geschäftsführer Christian Schmidt-Doll in einer Stellungnahme an den Stadtrat. Die Räte sollen am kommenden Dienstag eine Grundsatzentscheidung treffen, ob sie in dem Objekt an der B 172 das Projekt eines Kulturzentrums realisieren wollen. Mit der Idee trat OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) zur Wiederwahl an.

Die Stellungnahme Schmidt-Dolls ist Teil des Beitrags der KTP zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes bis 2030. Darin nennt er einige Vorzüge, die für eine bauliche Ertüchtigung des Volkshaus-Saales sprechen. So biete dieser 550 Sitz- und 1100 Stehplätze und könnte wieder mit einer für Orchester- und Theateraufführungen geeigneten Bühne ausgestattet werden. Weil bislang eine derartige Räumlichkeit in Pirna fehlt, können „wichtige Partner im Kulturraum“ wie zum Beispiel die Elblandphilharmonie und die Landesbühnen Sachsen „nur einen geringen Teil ihrer Programmatik in Pirna einbringen“, so Schmidt-Doll. Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang der Stadt werden nicht in eigenen und angemessenen Räumlichkeiten realisiert. Er findet seit vielen Jahren im Foyer der Volksbank statt. „Ein Bürgerball – wie er in vielen Städten zu den Highlights zählt – kann in Pirna nicht angeboten werden“, schildert Schmidt-Doll ein seit vielen Jahren bestehendes Problem.

Zwar verfügt die Stadt über die Herderhalle. Jedoch den Charakter einer Turnhalle wurde sie bei allen Dekorations- und Beleuchtungsversuchen nie los. „Damit kann trotz aller Bemühungen weiten Kreisen der kulturell interessierten Bürgerschaft Pirnas ein akzeptiertes Ambiente nicht geschaffen werden“, so Schmidt-Doll. Besucher blieben Veranstaltungen fern, weil ihnen die Atmosphäre in der Halle nicht gefiel.

Im vorigen Jahr kam das Lärmschutzproblem hinzu. Bestimmte Formate wie die Ü-30-Parties können in der Herderhalle nicht mehr realisiert werden. „Veranstaltungsangebote insbesondere für junge Publikumsschichten existieren nicht“, resümiert Schmidt-Doll. Hier biete sich das „Weiße Roß“ als Lösung an. „Neben dem großen Saal können Räumlichkeiten zum Beispiel für jugendspezifische Veranstaltungen eingerichtet werden“, informiert Schmidt-Doll.

Weil die Heizung im Saal Mitte der 1980er Jahre kaputt ging und damals das Baumaterial für eine Reparatur fehlte, musste er geschlossen werden. Vor einer Wiederinbetriebnahme die Sanierung, der Einbau einer neuen Heizung sowie neuer Sanitäranlagen an. Der Brandschutz muss an die heutigen Anforderungen der Zeit angepasst werden. Zudem sind Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Eine Schätzung, was die Sanierung und der Umbau kosten wird, liegt derzeit nicht vor. Das kritisieren einige Stadträte. In der Vorberatung gab es im Ordnungs- und Kulturausschuss eine Pattsituation bei der Abstimmung, im Bauausschuss gab es eine knappe Mehrheit für ein Kulturhaus im „Weißen Roß“.

Am Montag steht das „Weiße Roß“ für Stadträte und Bürger in der Zeit von 17 bis 20 Uhr zur Besichtigung offen.

Von Silvio Kuhnert

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