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Umland Johanniter haben ihre Fahrtzeugflotte komplett modernisiert und erweitert
Region Umland Johanniter haben ihre Fahrtzeugflotte komplett modernisiert und erweitert
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19:41 28.07.2016
Rettungsassistent Christian Gaudig plante seit März 2015 an der Erneuerung und der Erweiterung des Fuhrparks mit. Nun sind die Fahrzeuge Einsatz bereit. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Heidenau/Dohna

Die Rettungswache in Heidenau/Dohna ist auf dem modernsten Stand. Den gesamten Fuhrpark hat die Johanniter-Unfall-Hilfe komplett erneuert. „Es ist ein Quantensprung bei der Technik“, sagt Rettungsassistent Christian Gaudig, als er die neue Flotte vorstellt. Sie umfasst zwei Rettungstransportwagen, zwei Krankentransportwagen, ein Mehrzweckfahrzeug, das beide Funktionen erfüllt, sowie ein Fahrzeug für den Notarzt.

In der Rettungswache an der Burgstraße wird schon rege im Dienstplan getauscht. Denn viele Rettungskräfte wollen am 1. August um 7 Uhr dabei sein, wenn die neue Fahrzeugflotte in Betrieb geht. Zu Beginn des neuen Monats tritt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein neuer Bereichsplan im Rettungsdienst in Kraft. „Danach müssen wir einen zusätzlichen Rettungstransportwagen stellen“, informiert Carsten Herde, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Dresden. War bislang einer 24 Stunden täglich im Dienst, sind es ab Montag zwei. „Mit der Aufstockung haben wir unsere Flotte gleich generalüberholt“, so Herde weiter.

Dafür gab es mehrere Gründe. Rettungsfahrzeuge werden entweder nach sechs Jahren oder ab einem bestimmten Kilometerstand erneuert. Die ältesten Wagen im Fuhrpark sind rund fünfeinhalb Jahre im Dienst. Sie haben zwischen 160000 und 260000 Kilometer auf dem Tacho stehen. Für die Modernisierung ihrer Rettungsflotte nahmen die Johanniter rund 1,4 Millionen Euro in die Hand. Weitere 250000 Euro investieren sie in den Ausbau der Rettungswache.Denn die neue Flotte soll im Trockenen stehen. In der bisherigen Garagenhalle ist allerdings derzeit nicht für alle Transporter Platz. Deshalb ist eine Erweiterung geplant. „Ich hoffe auf einen Umbau noch in diesem Jahr, damit, wenn der Winter kommt, wir alle Fahrzeuge in die Halle stellen können“, so Herde. In der Villa, wo die Rettungskräfte ihren Aufenthaltsbereich haben, wird bereits gebaut. Sie bekommen zusätzliche Räume. Denn mit dem neuen Bereitschaftsplan gibt es mehr Einsätze und somit auch mehr Personal. So wird die Wache in Heidenau/Dohna um neun auf 40 Stellen erweitert.

Mit dem neuen Bereichsplan wird der Rettungsdienst im gesamten Kreisgebiet fahrzeugtechnisch und personell aufgestockt. Denn die Betriebszeiten von Rettungswagen und Mehrzeckfahrzeuge sollen sich jeweils um 15 Prozent erhöhen, damit die notfallmedizinische Versorgung schneller wird. Dies muss sie auch. Denn nach der gesetzlichen Frist, muss ein Krankenwagen nach einem Notruf in 95 Prozent aller Fälle nach zehn Minuten an Ort und Stelle sein. Jedoch hier hinkt der Rettungsdienst im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hinterher. Gelang es der Kreisverwaltung die Erfüllung der Hilfsfrist bis ins erste Halbjahr 2012 auf 91,5 Prozent zu verbessern, hat sie sich seither wieder verschlechtert, und zwar auf 75,5 Prozent im zweiten Halbjahr 2015, wie aus einer aktuellen Statistik hervorgeht. Um diesen Trend entgegenzuwirken, brachte der Kreistag bereits im Dezember 2014 den neuen Bereichsplan für den Rettungsdienst auf den Weg, der nun ab Montag zur Anwendung kommt.

Von Silvio Kuhnert

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