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Japanisches Teehaus im Park der Villa Teresa wird saniert

Kleinod in Coswig Japanisches Teehaus im Park der Villa Teresa wird saniert

In der Stadt Coswig startet in diesem Monat die denkmalgerechte Sanierung eines Kleinods im Garten der Villa Teresa. Das japanische Teehaus wird renoviert. Vom 23. Oktober bis zum 10. November sollen die Bauarbeiten erfolgen.

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Das Teehaus hat der einstige Bewohner der Villa Teresa, Paul Julius Matter, von einer Reise in die japanische Kaiserstadt Kyoto nach Coswig mitgebracht.

Quelle: Foto: Stadtverwaltung Coswig

Coswig. In der Stadt Coswig startet in diesem Monat die denkmalgerechte Sanierung eines Kleinods im Garten der Villa Teresa. Das japanische Teehaus wird renoviert. Vom 23. Oktober bis zum 10. November sollen die Bauarbeiten erfolgen, teilte Stadtsprecherin Ulrike Tranberg am Freitag mit. Die Kosten für die denkmalgerechte Renovierung des Häuschens betragen rund 70000 Euro. Mit rund 33600 Euro fördert der Freistaat Sachsen dieses Vorhaben.

Nach dem Wegzug ihrer berühmten Bewohner, der beiden Pianisten und Komponisten Teresa Carreño und Eugen d’Albert, befand sich die Villa Teresa von 1896 bis 1961 im Besitz des Schweizers Paul Julius Matter und seiner Witwe Elisabeth. Matter legte den Park neu im englischen Stil an, ließ den kleinen Teich und eine Bogenbrücke bauen und ergänzte die Anlage unter anderem um ein Kleinod, das in einem bürgerlichen Landschaftspark europaweit einzigartig ist: das japanische Teehaus. „Er hatte es 1905 auf einer Reise in die historische japanische Kaiserstadt Kyoto entdeckt, erworben, in Einzelteile zerlegen und per Schiff nach Coswig bringen lassen“, informierte Tranberg. Auf einem Sandsteinsockel wurde es neu errichtet und ist bis heute ein zentrales Gestaltungselement des Parks. „Im Jahr 2000 fand hier das erste Benefizkonzert zugunsten der Villa Teresa statt“, so Tranberg weiter.

Dieser Pavillon ist fast noch in seinem originalen Zustand. Aber im Alter von weit über 100 Jahren sei das kleine Bauwerk stark mitgenommen. „Die Hölzer müssen geschützt werden, die Dachdeckung bröckelt und kann dem Regen nicht mehr standhalten, die dekorativen Blechrosetten sind teilweise herausgebrochen“, führte Tranberg einige der mit der Zeit entstandenen Mängel auf, die mit der jetzigen Sanierung behoben werden sollen. Seit einiger Zeit war der Pavillon aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Der Coswiger Wohnbau- und Verwaltungs-GmbH (WBV) liegt nun der langersehnte Fördermittelbescheid von der Unteren Denkmalschutzbehörde vor, so dass die Arbeiten beginnen können. Die Blech-Dachziegel des Pavillons („Mönch und Nonne“) werden im Lauf des Oktobers von der Dachdeckermeister Claus Dittrich GmbH & Co. KG per Hand sorgfältig aufgearbeitet. Auch die Blechrosetten werden einzeln behandelt bzw. nachgebaut. Wo erforderlich, werden Reparaturen an den Holzelementen veranlasst.

Von Silvio Kuhnert

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