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Insolvente DGH aus Dohna ist auf Investorensuche

Insolvente DGH aus Dohna ist auf Investorensuche

Das Insolvenzverfahren über die in Dohna ansässige DGH-Group Druckguss Heidenau ist eröffnet. Zum Insolvenzverwalter über den Automobilzulieferer wurde Franz-Ludwig Danko von der bundesweit tätigen Kanzlei Kübler bestellt.

Dohna . Von Uwe Hofmann

Dohna (DNN). Das Insolvenzverfahren über die in Dohna ansässige DGH-Group Druckguss Heidenau ist eröffnet. Zum Insolvenzverwalter über den Automobilzulieferer wurde Franz-Ludwig Danko von der bundesweit tätigen Kanzlei Kübler bestellt. Damit übernimmt Danko ab sofort verantwortlich die Geschäftsführung der aus sechs Gesellschaften bestehenden Gruppe, bei der rund 1200 Arbeitnehmer an Standorten in Dohna (Sachsen), Hoym (Sachsen-Anhalt) und in Hof (Bayern) beschäftigt sind.

"Als Technologieführer der Branche ist die DGH-Group mit ihrem Know-how und ihren hochqualifizierten Mitarbeitern absolut wettbewerbsfähig", urteilt Insolvenzverwalter Danko. "Insofern sehe ich gute Chancen für eine Sanierung, vor allem über eine Investorenlösung." Denkbar sei sowohl eine Übertragung der Gruppe als Ganzes als auch einzelner Unternehmen an einen oder mehrere Investoren. "Mein Ziel ist es, die DGH-Group zu sanieren und möglichst alle Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten", betont der Insolvenzverwalter.

Mit der Insolvenzveröffnung endet auch der Insolvenzgeldzeitraum. Das bedeutet, dass das Unternehmen die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter ab sofort wieder selbst erwirtschaften muss. Dennoch seien auf absehbare Zeit keine Entlassungen geplant. "Die Auslastung aller Unternehmen der Gruppe ist gut, wir benötigen derzeit jeden Mann", sagt Danko.

Der Geschäftsbetrieb habe sich unterdessen nach Aussage von Danko stabilisiert. Insbesondere sind auch die Folgen eines Maschinen-Brands im Heidenauer Betrieb am 1. August überwiegend unter Kontrolle. "Wir können den Ausfall der Maschine durch Produktionsverlagerungen auf andere Anlagen weitgehend kompensieren", sagt Danko. Die vom Brand beschädigte Maschine wird derzeit repariert. Nach derzeitigen Planungen können auf ihr voraussichtlich Mitte Oktober wieder Teile produziert werden.

Neben der Investorensuche, mit der eine Unternehmensberatung betraut werden soll, will Danko in den nächsten Wochen auch die bereits begonnenen operativen Sanierungsmaßnahmen weiterführen. Dabei habe man in den letzten Wochen bereits erste messbare Erfolge erzielen können. So sei es beispielsweise gelungen, durch die gezielte Verbesserung von Fertigungsprozessen den Materialeinsatz in der Produktion an allen Standorten zu optimieren. "Das sind hoffnungsvolle Zwischenergebnisse, die wir weiter ausbauen wollen", mein Insolvenzverwalter Danko.

Die DGH-Group stellt hochkomplexe Druckgussteile für Getriebe und Kupplungen von Autos her. Zu den Kunden des Unternehmens gehören unter anderen die Hersteller Audi, Bentley, BMW, Daimler, Ford, Lamborghini und Volkswagen. Die Gruppe war während der Finanzkrise ins Trudeln gekommen und konnte nur dank millionenschwerer Landesbürgschaften überleben. Von diesem Schlag hat sich die DGH-Group nicht mehr erholt. Trotz eines für 2012 angepeilten Jahresumsatzes von 120 Millionen Euro hatten ruinöse Altverträge für einige Teile keine kostendeckende Fertigung mehr zugelassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2012

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