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Umland Ines Hoferick – Eine Tonmeisterin aus Radebeul
Region Umland Ines Hoferick – Eine Tonmeisterin aus Radebeul
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16:57 24.07.2018
Keramik-Künstlerin Ines Hoferick arbeitet in ihrer Werkstatt an einer neuen Figur. Ihre nächste Ausstellung möchte sie gern zum Thema Wein in Radebeul machen. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Ton ist das Metier von Ines Hoferick. Gemeint ist nicht der Klang von Musik, sondern jene formbare Masse, mit der die Menschen seit Ewigkeiten her einerseits Gebrauchsgegenstände wie Schalen, Tassen und Teller formen, aber andererseits auch einmalige Kunstwerke schaffen. Wer durch den Garten der 55-Jährigen spaziert, kann überall auf wundersame Wesen, Tierfiguren und Skulpturen stoßen. Sie zeigen, dass Ines Hoferick eine Tonmeisterin ist. Selbst bezeichnet sie sich als Keramik-Künstlerin.

Dieser Tage beginnt das 25. Jahr ihrer Tätigkeit als freischaffende Künstlerin. 1994 baute sie ihr Keramikstudio in ihrem Haus an der Makarenkostraße auf. „Über die Kunst bin ich nach Radebeul gekommen“, sagt die gebürtige Karl-Marx-Städterin. An den Landesbühnen hat sie vor ihrer Selbstständigkeit als Künstlerin viele Jahre als Requisiteurin gearbeitet. Zeitweise war sie auch Puppenspielerin. „Die Erfahrungen, die ich damals gesammelt habe, kommen mir noch heute zugute. Früher habe ich mit Holz und Pappmaché gearbeitet, jetzt mit Keramik“, sagt die Radebeulerin.

In ihrem Keramikstudio formt sie aus der freien Hand heitere, ja deftige Figuren in Ton: lustige Weiblein mit allerliebsten Kügelchen unter dem Mieder, daneben allerlei Getier und exotische Fabelwesen. Für ihre jüngste Ausstellung in den Richard-Wagner-Stätten Graupa schuf sie „Weiblein“ aus Wagners Opern und deren Besucherinnen. Kräftige, deftige Formen, die zum Schmunzeln anregen.

Ihre Kunstwerke waren außer in Graupa schon in Meißen, in der Coswiger Karrasburg, im Schloss Lauenstein oder im Kulturbahnhof in Radebeul-Ost zu sehen. Die nächste Schau möchte Hoferick gern wieder in der Lößnitzstadt machen. Und mit der Idee für ein passendes Motto geht sie im Kopf bereits schwanger. „Ich möchte mich mit dem Thema Wein auseinandersetzen. Das habe ich schon lange vor, schließlich ist Radebeul eine Garten- und Weinstadt“, sagt Hoferick. Und so hält sie bereits aufmerksam die Augen auf, wenn sie Winzer bei der Arbeit im Weinberg sieht, und studiert Typen in Besenwirtschaften. Sie dienen als Vorlage für ihre mitunter karikaturesken aber immer auch liebevoll gemeinten Figuren.

Neben dem kreativen Schaffensprozess für ihre Ausstellung findet Hoferick immer wieder Zeit für Kurse. Vom Kind über Familien bis hin zum Senior vermittelt sie Aufbau- und Dekorationstechniken, die man für den künstlerischen Umgang mit Keramik, ohne an einer Töpferscheibe zu sitzen, benötigt. Die Kurse fangen ganz einfach mit der Schaffung einer Schale an und steigern sich dann bis zur Skulptur. Zudem veranstaltet sie jedes Jahr im Sommer zwei Kreativkurse zum Brenen von Keramik auf Usedom.

Nach den Sommerferien möchte Hoferick am Dienstagabend in der Zeit von 19 bis 21 Uhr einen neuen Kurs geben. Plätze sind noch frei. Interessenten können sich bei ihr unter Tel.: 0351/2722300 oder per E-Mail an ines@fa-c.de melden.

Von Silvio Kuhnert

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