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Industriebrachen werden zu hochwertigen Wohngebieten

Bauboom in Radeberg Industriebrachen werden zu hochwertigen Wohngebieten

Die Wohnbebauung der Bierstadt soll wachsen. Aber nicht auf Teufel komm raus. Deshalb wurden auf der Stadtratssitzung am vergangen Mittwoch den Vorstellungen der Verwaltung folgend zwei Bauvorhaben befürwortet und zwei abgelehnt.

Auf dem Areal der einstigen „Wellpappe“ zwischen den Leithen und der Pulsnitzer Straße, auf dem heute die Goldrute wuchert, soll in den nächsten Jahren ein neues Wohngebiet mit mehrgeschossigen Wohnhäusern entstehen.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Radeberg. In Radeberg sollen neue Wohnungen entstehen. Aber nicht auf Teufel komm raus. Deshalb befürwortete der Stadtrat in seiner jüngstenSitzung – den Vorstellungen der Verwaltung folgend – zwei Bauvorhaben, lehnten aber zwei weitere ab. Unter letzteren ist eines, das dem Umweltschützer Lothar Adelmann aus Liegau-Augustusbad schon seit Jahren schwer im Magen liegt. Der Eigentümer einer Feuchtwiese, die das Amphibien-Laichgewässer „Schwarzer Teich“ speist, will diese bebauen. Das wäre nicht nur das Ende des Teiches, sondern auch das Ende für Tausende Kröten und Frösche. Deshalb fand Edelmann die Unterstützung des Ortschaftsrates. Auch dieser lehnte die Bau-Pläne ab.

Allerdings musste der Stadtrat dafür jetzt paradoxerweise selbst einen Bau-Plan auf den Weg bringen. Der besagt: „Die Fläche des geschützten Landschaftsbestandteiles ist von jeglicher Bebauung frei zu halten“. Ebenfalls abgelehnt hat der Stadtrat das Ansinnen eines privaten Investors, das Gebiet der ehemaligen Ziegelei an der Badstraße zu bebauen. Das widerspreche nicht nur dem gültigen Flächennutzungsplan der Stadt, sondern laufe auch der Regionalplanung zuwider, erklärte Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD). Würde sich die Stadt dennoch hinter die Pläne des Investors stellen, dann „würden wir uns daran die Zähne ausbeißen“, war er sich sicher.

Auf Begeisterung stießen dagegen bei den Stadträten zwei Bauvorhaben der zentrumsnahen Straße „An den Leithen“. Zum einen handelt es sich um ein Areal an der ehemaligen Stadtmühle, zum anderen um die Fläche, auf der der VEB Polypack/Reißfasern, im Volksmund die „Wellpappe“, stand. Einstimmig befürworteten die Stadträte in beiden Fällen die Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Während auf dem anderthalb Hektar großen Gelände an der einstigen Stadtmühle Einfamilienhäuser entstehen sollen, ist auf dem Wellpappe-Areal an ein „hochwertiges Wohngebiet mit Geschosswohnungsbau“ gedacht. Da ein Teil der früheren Industriebrache mit Fördergeldern zu Grünland umgestaltet wurde, für dessen Erhalt eine zehnjährige Bindungsfrist gilt, muss der Investor dieses Geld über die Stadt an den Freistaat zurückzahlen. Doch das ist offensichtlich kein Problem.

Für Radebergs Stadträte sind die beiden Vorhaben eine Bestätigung für gelungene Kommunalpolitik. Sie seien eine Frucht der guten und vertrauensvollen Arbeit in der Verwaltung und im Stadtrat. „Das Interesse an Flächen für Wohnbebauung ist ungebrochen groß, obwohl oder sicher gerade weil Radeberg keine Flächen als ,Massenware’ ausschließlich auf der sogenannten grünen Wiese ausweist“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadtratsfraktion SPD/Grüne. So zahle sich auch die Arbeit der Fraktionsmitglieder mit ihrem Engagement für eine barrierefreie Stadt, für Rad- und Wanderwege, für die Entwicklung der Innenstadt oder in der AG Grünes Radeberg aus, schlagen sich die Mitglieder der Fraktion in dem Papier gegenseitig auf die Schulter.

Von Bernd Lichtenberger

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