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In der Uhrenmanufaktur haben 23 Auszubildende ihre Lehre abgeschlossen

Glashütter Originale In der Uhrenmanufaktur haben 23 Auszubildende ihre Lehre abgeschlossen

Nick Arlt kommt aus Kamenz, Florian Lehmkuhl aus Münster und Björn Richter aus einem kleinen Ort bei Nürnberg. Was die jungen Männer eint: Sie haben die vergangenen Jahre im kleinen Erzgebirgsstädtchen Glashütte verbracht und sind nun die besten Auszubildenden der Uhrenmanufaktur Glashütte Original des Abschlussjahrgangs 2017.

Die Uhrmacher Florian Lehmkuhl und Björn Richter mit Geschäftsführer Thomas Meier und Werkzeugmechaniker Nick Arlt (von links).

Quelle: hauke heuer

Glashütte. Nick Arlt kommt aus Kamenz, Florian Lehmkuhl aus Münster und Björn Richter aus einem kleinen Ort bei Nürnberg. Was die jungen Männer eint: Sie haben die vergangenen Jahre im kleinen Erzgebirgsstädtchen Glashütte verbracht und sind nun die besten Auszubildenden der Uhrenmanufaktur Glashütte Original des Abschlussjahrgangs 2017. 23 junge Frauen und Männer erhielten jetzt im Atrium der Manufaktur ihre Zeugnisse. Die meisten werden jetzt in ihrem Ausbildungsbetrieb ins Berufsleben starten. „Wir setzen sie in der Teilefertigung und Montage ein“, kündigte Thomas Meier an, Geschäftsführer der Manufaktur.

Von den drei Besten wird aber nur Werkzeugmechaniker Arlt in Glashütte bleiben. Die Uhrmacher Lehmkuhl und Richter wollen studieren, wobei sich der Westfale für Maschinenbau eingeschrieben hat und der Franke für Mathematik, wie Michael Hammer erklärte, Pressesprecher von Glashütte Original. „Einige unserer Absolventen studieren, andere gehen zurück in ihre Heimat in Juweliergeschäfte, aber der Großteil bleibt bei uns im Unternehmen.“

Voraussetzung für eine Übernahme ist laut Meier eine Abschlussnote 2 oder besser. „Das ist aber kein Dogma. Wer eine Prüfung an die Wand fährt, aber ansonsten hervorragende Leistungen bringt, wird keine Nachteile erfahren“, erklärte der Geschäftsführer. Es sei ein großer Vorteil für das Unternehmen, die Uhrmacherschule Alfred Helwig direkt am Ort zu haben. Der große Visionär Nicolas Hayek, mit der Swatch Group Retter der europäischen Uhrenindustrie, habe Anfang der 2000er Jahre den Anstoß für die Gründung der Ausbildungsstätte gegeben, so Meier. „Wir müssen die Fachkräfte für die Belange von Glashütte Original selbst ausbilden.“

Für das bald beginnende Ausbildungsjahr hat das Unternehmen 180 Bewerber gesichtet und zehn angehende Uhrmacher sowie zwei künftige Werkzeugmechaniker unter Vertrag genommen. „Wir würden uns durchaus noch ein paar junge Leute ansehen und einstellen, wenn es passt“, erklärte Meier. Dass es bei 168 Bewerbern nicht gepasst habe, sei weniger der Qualität der schulischen Ausbildung in Sachsen geschuldet. „Natürlich muss ein Uhrmacher ein mathematisches Grundverständnis haben. Aber das ist für uns nicht die Hauptsache.“

Besonders wichtig, so der Geschäftsführer, der 1984 selbst in Pforzheim die Uhrmacherschule abgeschlossen hat, sei die Motivation der jungen Menschen. „Wir schauen uns sehr genau an, wie jemand mit der Pinzette oder mit kleinen Schrauben umgehen kann.“ Und da helfe es den Bewerbern durchaus, wenn man ihnen nach den Tests rate, besser doch einen anderen Beruf zu ergreifen. „Wenn wir Zweifel haben, dann verzichten wir auf Experimente.“ Er könne auf ein Personalbüro mit erfahrenen Lehrausbildern und einer jungen Psychologin vertrauen, die die richtige Auswahl treffen würden, so Meier.

Wer bei Glashütte Original seine dreijährige Uhrmacherlehre oder die dreieinhalb Jahre dauernde Ausbildung zum Werkzeugmechaniker absolviert hat, dem stehen die Türen für verschiedenste Wege weit offen. Die Swatch Group, zu der Glashütte Original gehört, hat etwa 36 000 Beschäftigte. „Für jeden besteht die Möglichkeit, Aufgabengebiete innerhalb des weltweit operierenden Konzerns zu übernehmen. Wir sind immer offen für die Wünsche unserer Mitarbeiter“, so der Geschäftsführer.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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