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Umland Im Sommer soll der Rohbau für neue Copitzer Kita stehen
Region Umland Im Sommer soll der Rohbau für neue Copitzer Kita stehen
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16:49 12.04.2017
OB Klaus-Peter Hanke legte gemeinsam mit Alies Domaschke, Geschäftsführerin ASB Königstein/Pirna, unter dem Blick von Anke Oettmeier und Bauleiter Dirk Püschel den Grundstein mit der Zeitkapsel für die neue Kita in Copitz. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Pirna

An der Prof.-Roßmäßler-Straße baut die Stadt Pirna eine komplett neue Kita. Am Mittwoch war Grundsteinlegung. Im DNN-Interview berichtet Hochbauamtsleiterin Anke Oettmeier, wie es mit dem Vorhaben weitergeht. Und wann die Kinder in das Haus sowie in das andere Kitabauprojekt im Steinhaus einziehen können.

Frage: Frau Oettmeier, der Grundstein für die neue Kita in Copitz ist gelegt. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2018 geplant. Liegt das Vorhaben im Zeitplan?

Anke Oettmeier: Ein Bau kommt nicht vom Fließband. Änderungen und Anpassungen im Zeit- und Bauablauf werden während des Baufortschritts immer wieder notwendig. Dieses Jahr gab es einen richtigen Winter, den wir in den Vorjahren so nicht hatten. Und im Untergrund sind wir beim Ausheben der Baugrube auf Fernwärmeleitungen gestoßen, die wir an dieser Stelle nicht vermutet hatten. Dadurch kam es zu einem leichten Verzug, den wir im weiteren Verlauf wieder aufholen wollen. Schließlich stehen die Kinder schon quasi vor der Tür. Die 155 Plätze werden dringend benötigt. Wir möchten die kleinen Pirnaer nicht warten lassen. Das ist unser Ansporn, schnell vorwärts zu kommen.

Der symbolische Baggerhub für den Kita-Neubau war im vergangenen November. Was ist seither auf der Baustelle passiert?

Zunächst mussten wir die Brachfläche vom Wildwuchs befreien. Von den vorhandenen Bäumen haben wir soviel wie möglich stehen gelassen, damit sie zukünftig im Außenspielbereich Schatten spenden können. Danach wurden die Versorgungsleitungen verlegt. Dabei mussten wir die alte Fernwärmeleitung, die aus massiven Betonteilen bestand, aus dem Erdreich herausholen. Das war sehr aufwendig. Danach wurden die Voraussetzungen wie Schotter- und Dämmschicht zur Verlegung der Bodenplatte geschaffen. Der Bau der Betonplatte befindet sich jetzt in den letzten Zügen.

Und wie geht es weiter?

Schritt für Schritt entstehen das Erd- und das Obergeschoss. Im Verlauf des Sommers soll der Rohbau stehen, um im Anschluss mit dem Innenausbau beginnen zu können. Insgesamt wird der Kita-Neubau 3,14 Millionen Euro kosten.

Das Vorbild für den Kita-Neubau in Copitz ist die Kita „Naseweis“ in der Südvorstadt. An dem Gebäude wurden Risse festgestellt. Kennen Sie schon den Grund für die Rissbildungen im Mauerwerk?

Die Ursache können wir noch nicht benennen. Neben dem Statiker, der an dem Bau beteiligt war, haben wir einen weiteren als Gutachter eingeschaltet. Beide Statiker sagen, dass die Risse zwar sehr unschön seien, aber von dem Gebäude gehe keine Gefahr aus. Wir suchen weiter intensiv nach den Ursachen für die Rissbildung. So nehmen wir ein aufwendiges Rissmonitoring vor, was den Verlauf und die Bewegung der Risse ganz genau nachzeichnet. Wir schauen uns den Baugrund und die Gründung des Gebäudes noch einmal an. Wir holen uns Meinungen vom Oberbergamt und der Unteren Wasserbehörde ein, ob möglicherweise unterirdische Grundwasserströmungen oder deren Veränderung durch Hochwasser oder Neubauten in der Umgebung infrage kommen. Wenn alle Gutachten vorliegen, wissen wir hoffentlich mehr.

Die Stadt Pirna baut schon seit Monaten das Steinhaus an der Pestalozzi-Schule zur Kita Spieloase um. Wann können die Kinder endlich einziehen?

Die Kinder werden im Sommer dieses Jahres einziehen können. Mit dem Innenausbau sind wir bis auf ein paar Restarbeiten weitestgehend fertig. Derzeit erfolgen die Putzarbeiten an den Außenwänden. Und die Arbeiten an den Außenanlagen sowie der Bau der Lärmschutzwand beginnen. Eigentlich sollten die Kinder bereits im vergangenen Herbst einziehen. Jedoch entdeckten wir beim Bauen eine Kellertonne, die eine Umplanung und eine aufwendige Gründung notwendig machte. Die Baukosten sind von 600000 auf 860000 Euro gestiegen.

Von Silvio Kuhnert

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