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Umland Im Radebeuler Karl-May-Hain fließt wieder Wasser
Region Umland Im Radebeuler Karl-May-Hain fließt wieder Wasser
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17:56 26.04.2018
Heike Funke (M.) und Anja Schöniger (r.) begutachten die gelben Wände, die Wüstendünen symbolisieren, in der noch im Bau befindlichen Erweiterung des Parkareals. Die Holzkonstruktionen bilden das Grundgerüst für Kletterstangen und -seile. Außerdem können Kinder hinter ihnen künftig Verstecken spielen. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Blühende Rhododendren und Azaleen setzen neue Farbtupfer um den „Herzsee“ im Karl-May-Hain. Die Wasserläufe in der Radebeleur Parkanlage sprudeln wieder und die ganze Anlage wirkt offener und heller. Jedoch sind die Tore direkt gegenüber dem Karl-May-Museum noch verschlossen. Denn zur Schildenstraße hin herrscht in der Grünanlage emsiges Treiben. Die Umgestaltung und Erweiterung des Karl-May-Hains ist im vollen Gange. „Ende Juni soll der Park wieder geöffnet werden“, kündigt Heike Funke, Sachgebietsleiterin Stadtgrün im Radebeuler Rathaus, an.

Im Herbst vorigen Jahres begannen die Arbeiten zum Aufhübschen der im Jahr 1932 eingeweihten Parkanlage. Den Mittelpunkt des historischen Teils der Grünoase bildet ein Findling mit einem Relief von Karl May, zu dessen Füßen entspringen fünf künstliche Wasserläufe. Ursprünglich mündeten sie in einen „Silbersee“, der sein Wasser weiter in den tieferliegenden „Herzsee Winnetou’s“ abgab. „Früher wurde das Wasser wieder hochgepumpt. Jedoch laichen Frösche und Molche in den Seen, so dass wir das Wasserspiel nicht anstellen durften“, berichtet Funke.

Die neugepflanzten Rhododendren im historischen Karl-May-Hain blühen bereits. Quelle: Silvio Kuhnert

Erste Kaulquappen schwimmen bereits wieder in den Seen. Damit sie ungestört aufwachsen können, wurde neue Brunnentechnik im Untergrund installiert. Wasserläufe und Teiche sind nun voneinander getrennt. Das unterhalb des Findlings heraussprudelnde Nass wird kurz vor dem Silbersee aufgefangen und wieder nach oben gepumpt. Das gleiche Prinzip kommt bei dem Bächlein zum Herzsee zur Anwendung. Zur denkmalgerechten Sanierung der Parkanlage gehörte auch die Wiederherstellung von alten Blickbeziehungen. Dafür wurden Gehölze zurückgeschnitten und die Pflanzbereiche von Wildwuchs befreit. Azaleen und Rhododendren kamen durch Neupflanzung hinzu.

„Der historische Hain war immer wie eine Sackgasse“, meint Anja Schöniger, vom Fachbereich Stadtsanierung. Nur über das Tor an der Karl-May-Straße direkt gegenüber dem früheren Wohnhaus des Autors, der Villa „Shatterhand“, konnte man ihn betreten. Um seine Attraktivität zu steigern und eine Wegeverbindung zur Schildenstraße herzustellen, wird das ursprünglich 4240 Quadratmeter große Areal gegenwärtig um 1515 Quadratmeter erweitert. Zwei Grundstücke an der Schildenstraße, eines gehörte der Stadt, das zweite hat sie hinzugekauft, verwandeln sich gerade zu einem Freiluftort für die Familie. Picknickplätze mit Bänken und Tischen gibt es bereits. Auch gelbe von der Form her an Berge erinnernde Holzwände stehen schon. „Sie stellen Dünnen dar“, klärt Schöniger auf. Und sie symbolisieren den Orient, dem Schauplatz der Abenteuer Kara Ben Nemsis. Zwischen den Wänden, die zum Versteckspiel einladen, kommen noch Stangen und Seile zum Klettern. Ein auf der Erweiterungsfläche stehender Pavillon wird zu einem öffentlichen WC umgebaut. „Erst nach Abschluss dieser Bauarbeiten können wir den Park freigeben“, informiert Schöniger. Die Stadt investiert rund 940000 Euro in die Parkanlage.

Am 5. Mai bietet die Stadt einen „Blick hinter den Bauzaun“ an. Die mit der Planung beauftragten Landschaftsplaner führen durch die Anlage. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Eingang an der Karl-May-Straße.

Von Silvio Kuhnert

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