Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Im Meißner Stadtwald finden Wanderer eine bessere Orientierung
Region Umland Im Meißner Stadtwald finden Wanderer eine bessere Orientierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 02.11.2017
OB Olaf Raschke (l.) zeigt im Beisein von Stadtmarketingleiter Christian Friedel und Stadtplanerin Katrin Diersche auf einen der neuen Wegweiser im Stadtwald. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert

Im Meißner Stadtwald bieten neue Schilder Wanderern und Spaziergängern eine bessere Orientierung. Die Stadt weist die Wege neu aus. „Es gibt nicht nur die Sächsische Schweiz. Auch hier kann man wandern“, sagte OB Olaf Raschke (parteilos), als er die neuen Hinweisschilder bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag präsentierte. Insgesamt 172 werden im Stadtgebiet aufgestellt.

Allein das Wegenetz durch den Stadtwald misst rund 6,8 Kilometer. Bislang fiel die Orientierung schwer. „Es gab nur fünf desolate Holzschilder“, berichtete Stadtplanerin Katrin Diersche, sowie Markierungen der überregionalen Wanderrouten an Bäumen. Die neuen Wegweiser ähneln der Ausschilderung der touristischen Ziele in der Altstadt. Auf grünem Untergrund weist ein weißer Pfeil mit Zielangabe wie beispielsweise „Königssee“, „Götterfelsen“ oder „Hohe Eifer“ dem Wanderer den Weg und informiert, wie viele Meter oder Kilometer er noch auf Schusters Rappen zurücklegen muss.

„Meißen hat viel Stadtgrün, reizvolle Wegebeziehungen und Aussichtspunkte. Unser Ziel ist es, diese Vorteile für Wanderer und Spaziergänger optimal zu erschließe“, so Stadtoberhaupt Raschke. Neben den bekannten Routen zur Boselspitze oder Schloss Siebeneichen gebe es, in den rund 100 Hektar städtischen Forst noch viele weitere Punkte mit einem faszinierenden Blick ins Elbtal zu entdecken.

Für die neue Wegebeschilderung nahm die Stadt rund 6100 Euro in die Hand. Mit dem Geld hat der städtische Bauhof im Auftrag des Stadtmarketings bisher 72 Schilder im Stadtwald aufgestellt. In der nächsten Zeit folgen weitere Schilder, davon 33 im Goldgrundwald, elf zwischen Goldgrund und Siebeneichen sowie 56 im Schlosspark Siebeneichen. Darüber hinaus möchte die Stadt ihr Wanderwegenetz noch bekannter machen. „Künftig wollen wir das Segment Wandern und Outdooraktivitäten sowohl digital als auch im Printbereich noch weiter ausbauen“, kündigte Christian Friedel, Amtsleiter für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur an. Dazu zählen der Druck von Wander- und Radwegekarten sowie die Gestaltung einer Internetseite, auf der neben Wanderrouten auch Informationen zu Sehenswürdigkeiten entlang der Strecken zu finden sind.

Der Meißner Stadtwald und sein Wegenetz wächst. Seine Erweiterung hat jedoch weniger touristische Gründe, sondern dient dem Hochwasserschutz. Im Mai 2014 hatten sich auf den Feldern zwischen den Stadtteilen Dobritz und Korbitz gewaltige Wassermassen angesammelt, die sich mit dem aufgeweichten Ackerboden als Schlammlawine ins Triebischtal wälzten. Damals wurden innerhalb von Minuten rund 4,2 Millionen Euro Schäden allein an Gebäuden, Wegen und Straßen angerichtet, wie eine Untersuchung der Stadt nach dem Unwetter ergab.

Um die Gefahr von Schlammlawinen zu bannen, nahm die Stadt im März dieses Jahres umfassende Aufforstungen auf ehemaligen Feldern oberhalb des Stadtwaldes vor. Auf vier Flächen von insgesamt 3,6 Hektar Größe, die mit ihrer starken Neigung das größte Risiko für die Bodenerosion darstellten, wurden 3900 Esskastanien, 273 Winterlinden, 300 Schlehen, 6656 Stieleichen, 5656 Bergahorne und 3000 Vogelkirschen für 27000 Euro gepflanzt. „Im kommenden Jahr ist die Herstellung eines Weges zur oberen Erschließung des Stadtwaldes geplant bevor 2019 ein weiterer Streifen von 4,3 Hektar aufgeforstet werden kann“, informierte Stadtplanerin Diersche. Neben der Aufforstung soll Acker- in Grünland umgewandelt werden.

Von Silvio Kuhnert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Agentur für Arbeit geht wieder auf Tour und macht am 7. November Station in Wilsdruff und Altenberg. Wie schon im Frühjahr sind die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit jeweils zwischen 14 und 18 Uhr in den Rathäusern der Städte zu Gast, um den Menschen mit ihren Anliegen direkt vor Ort zu begegnen

02.11.2017

Seit 1994 ist Doktor Hans-Joachim Florek, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Helios Klinikum Pirna und den Helios Weißeritztal-Kliniken, eine feste Größe in der Ärzte-Bestenliste des Magazin „Focus“. Auch in diesem Jahr gehört er wieder zu den Top-Medizinern.

02.11.2017

So ziemlich alles, was man zum Wintersport braucht, kann am Sonntag, 5. November 2017, den Besitzer wechseln. Der Sportverein SV Grün-Weiß Pirna veranstaltet zwischen 9 und 14 Uhr einen Skibasar im Pirnaer VW-Autohaus an der Königsteiner Straße.

02.11.2017
Anzeige