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Im August geht Flutsanierung auf der Breiten Straße los

Großbaustelle Pirna: Im August geht Flutsanierung auf der Breiten Straße los

In Pirna naht eine weitere Großbaustelle in der Innenstadt. Mitte August beginnen Stadtwerke und Stadt mit der Beseitigung der Hochwasserschäden auf der Breiten Straße. Dies hat vor allem für die Zufahrt zur Altstadt für Kraftfahrer Folgen.

Am 15. August beginnt die Beseitigung der Hochwasserschäden auf der Breiten Straße in Pirna. Ab Oktober können Fahrzeuge nur noch in Richtung Bundesstraße fahren. Die Fahrspur in die Altstadt wird gesperrt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Im Herbst kappt die Stadt Pirna eine wichtige Zufahrt zur Altstadt. Die Breite Straße wird im Zuge der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 zur Einbahnstraße. Ab Oktober kann der Verkehr nicht mehr ab der B 172 in Richtung Dohnaischen Platz rollen. Nur noch aus Richtung Zentrum zur Bundesstraße ist die Fahrbahn frei. Bis 25. November soll diese Verkehrsführung erst einmal gelten. Dann geht die Kanal- und Gehwegsanierung in die Winterpause. Ab Mitte Februar bis Anfang November 2017 ist die Breite Straße jedoch wieder in Richtung Altstadt für den Verkehr gesperrt. Darüber informierte die Stadtverwaltung auf einer Einwohnerversammlung am Mittwochabend im Rathaus.

Zurzeit herrscht ein reges Baugeschehen auf den Straßen und Gassen in Pirnas Stadtzentrum. Die Behebung der Schäden vom Junihochwasser von vor drei Jahren hat ihren Höhepunkt erreicht. Eine gute Nachricht konnte Tiefbauamtsleiterin Kerstin Westermann verkünden. Die Zahl der Straßenbaustellen soll sich auf zwei reduzieren: Nur noch auf der Dohnaischen sowie der Breiten Straße sind auch in 2017 Bagger im Einsatz. Während auf der Hauptmeile der Fußgängerzone die Bauarbeiten bereits seit Wochen im Gange sind, werden sie auf der zentralen Verbindungsachse zwischen Altstadt und B 172 nach den Sommerferien starten.

Am 15. August wollen die Stadtwerke Pirna (SWP) mit der Kanalsanierung beginnen. „Die Abwässer werden über ein Mischsystem entsorgt, und zwar über zwei separate Kanäle unter den Gehwegen auf der Ost- und der Westseite“, informierte Armin Gliemann, Geschäftsführer Bornholdt Ingenieure GmbH, der für die Planung Verantwortung trägt. Die Abwasserrohre seien in einem sehr schlechten Zustand, weshalb sie ausgetauscht werden müssten, bevor die Sanierung der Gehwege beginnt.

Im Gegensatz zur Dohnaischen Straße liegen die Rohre unter der Breiten Straße mit rund zwei Metern nur halb so tief. Allerdings kommen die Stadtwerke hier ebenso schwer heran, weil Trinkwasserleitung sowie Strom- und Telekommunikationsleitungen im Wege liegen. Zudem engen die Straßenbäume das Baufeld stark ein. Die Arbeiten beginnen auf der Ostseite an der Kreuzung zur Nicolaistraße und wandern bis zur Bundesstraße. Zuerst werden die Gehwegplatten entfernt und eine provisorische Wasserleitung gebaut. Danach lassen die Stadtwerke die Hausanschlüsse auswechseln. In dieser Zeit können Fahrzeuge die Baustelle ohne Einschränkungen passieren. Allerdings werden die Parkplätze knapp. Denn über den Parkstreifen kommen Fußgänger am Baufeld vorbei. Im Oktober beginnt dann die Auswechslung des Abwasserkanals. Ab diesem Zeitpunkt ist der Fahrtstreifen in Richtung Zentrum gesperrt. Für Passanten wird ein Fußgängertunnel entlang der Häuserfront errichtet. Der neue Kanal soll bis 25. November im Erdreich liegen. Das Baufeld wird verfüllt.

Mitte Februar kommenden Jahres beginnt die Stadt mit dem Einbau des neuen Gehwegs. Dafür werden die ausgebauten Platten wieder verwendet. Der Einbau erfolgt allerdings in der sogenannten gebundenen Bauweise. D.h., der Unterbau wird so angelegt und die Fugen mit Mörtel verfüllt, dass sich bei einer erneuten Flut dem Wasser weniger Angriffspunkte für Aus- und Unterspülungen bieten. Zudem werden Grünflächen angelegt, die die BID-Initiative nach und nach in Straßengärten verwandelt. Im Februar beginnen die Stadtwerke auf der Westseite analog zur Ostseite mit dem Kanalbau. Bis November 2017 sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen für den Gehwegbau rund 300000 Euro, in die Kanalsanierung fließen rund 550000 Euro. Beide Vorhaben werden über den Fluthilfetopf von Bund und Land gefördert.

Die Stadtwerke wollen später noch den Kanal ab der Nicolaistraße in Richtung Dohnaischen Platz sanieren. Dafür steht der genaue Zeitpunkt derzeit noch nicht fest. Bis 2019 muss diese Hochwassersanierung allerdings erledigt sein, sonst geht der 100-prozentige Zuschuss aus dem Wiederaufbautopf flöten. Insgesamt wurden den Stadtwerken für die Hochwassersanierung der Kanäle unter der Breiten Straße 1,15 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Von Silvio Kuhnert

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