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Umland Hundert Teilnehmer netzwerken bei der Kontaktbörse „Regionale 2018“ in Pirna
Region Umland Hundert Teilnehmer netzwerken bei der Kontaktbörse „Regionale 2018“ in Pirna
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18:34 08.10.2018
Christine Baeseler von der Kräuterlikörfabrik Altenberg auf der „Regionale 2018“ Quelle: Daniel Förster
Pirna

Hanföl aus Porschendorf, Kräuterlikör aus Altenberg oder Backwaren aus Pirna – die Liste der Aussteller, die ihre Produkte am Montag auf der „Regionale 2018“ präsentierten, war lang. In der Herderhalle in Pirna-Copitz bot die Kontaktbörse regionalen Erzeugern und Gastronomen die Gelegenheit, sich auszutauschen und zu vernetzen.

„Das Veranstaltungsformat will Erzeuger, Händler und Gastronomen persönlich zusammenbringen. Regionale Wertschöpfungsketten tragen zur Existenzsicherung von landwirtschaftlichen Betrieben bei und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt, der die „Regionale 2018“ gemeinsam mit Landrat Michael Geisler (beide CDU) eröffnete.

Die „Regionale 2018“ richtete sich an gastgewerbliche Unternehmen, Händler, Landwirte, Touristiker und Akteure der Regionalvermarktung. An 34 Produkt- und sieben Infoständen konnten die über 100 Teilnehmer verschiedene Anbieter kennenlernen und Kostproben ihrer Arbeit erhalten. Auch Aussteller aus Dresden, Bautzen und Leipzig waren der Einladung gefolgt.

Im Rahmen der Kontaktbörse wurden außerdem Fachvorträge gehalten, Diskussionen geführt und die Ergebnisse der Marktstudie „Wie regional is(s)t Sachsen?“ erstmals öffentlich vorgestellt. Die Resultate bestätigen, dass Regionalität beim Kauf von Lebensmitteln immer wichtiger wird. Waren 2014 noch 44 Prozent der Befragten bereit, für regionale Produkte auch mehr Geld auszugeben, so stieg die Zahl im vergangenen Jahr bereits auf 48 Prozent.„Die Studie zeigt, dass sich sächsische Verbraucher mehr regionale Lebensmittel wünschen“, so Schmidt. „Die Herausforderung ist daher, regionale Vertriebsstrategien zu entwickeln, die das Angebot erhöhen.“

Zwar wurde die Arbeit der Erzeuger und Gastronomen am Montag von den Referenten immer wieder hochgelobt. Doch auch aktuelle und zukünftige Herausforderungen kamen auf der „Regionale“ nicht zu kurz: Die niedrigen Einkommen des Landkreises und die schwache Steuerkraft wurden ebenso angesprochen wie der drastische Rückgang der gastgewerblichen Betriebe, der unter anderem auf Nachwuchsprobleme zurückzuführen ist.

Dennoch zieht der Landrat ein positives Fazit. „Regionalität ist eine Marke. Die Voraussetzung dafür ist eine hohe Produktqualität. Damit können wir punkten, auch über die Grenzen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hinaus.“ Ähnlich sieht es Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden. „Die Region hat weit mehr zu bieten als nur Krautwickel – das zeigt sich auch bei den Touristenzahlen, die Jahr für Jahr steigen“, betonte Hamann.

Seit über zehn Jahren soll über das Format „Regionale“ die Zusammenarbeit regionaler Gastronomen und Produzenten gefördert werden. Die Kontaktbörse findet alle zwei Jahre in einer anderen sächsischen Region statt. Der Freistaat unterstützt die Organisation mit Steuergeldern.

Link zur Studie: http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/118661

Von Junes Semmoudi

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