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Hochwasserrückhaltebecken soll S 172 in Pirna vor Schlamm schützen

Baustart am Montag Hochwasserrückhaltebecken soll S 172 in Pirna vor Schlamm schützen

Am kommenden Montag beginnt die Stadt Pirna mit dem Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens oberhalb des Stadtteils Piependorf. Es soll Schlamm- und Gerölllawinen auffangen und so die Kunstseidensiedlung vor einer Überschwemmung schützen.

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Quelle: Archivr

Pirna/Heidenau. Damit künftig nicht wieder eine Geröll- und Schlammlawine nach starken Regenfällen durch den Pirnaer Stadtteil Piependorf rollt und die Staatsstraße 172 (früher B 172) in Höhe Möbel Graf unter sich begräbt, beginnt die Stadt Pirna kommende Woche mit dem Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens. Es ist der letzte und zentrale Baustein des künftigen Hochwasserschutzes der Einwohner und Gewerbebetriebe auf Pirnaer Flur.

Zunächst steht der Abriss des Garagenkomplexes oberhalb der Großsedlitzer Straße auf der Agenda. Dafür müssen laut den Ausschreibungsunterlagen rund 100 Tonnen Sperrmüll, Dämmung, Schrott und Sonderabfälle sowie circa 1700 Tonnen Beton entsorgt werden. Danach steht der Aushub von etwa 13000 Kubikmeter Erde für das Becken an. „Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum Sommer 2018 an“, teilte Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin mit.

Nach heftigen Gewittergüssen in 2002, 2006, 2010 und 2013 zerstörte das wildabfließende Gewässer des Hospital- und Schlosserbusches immer wieder Grundstücke und Gebäude und spülte Schlamm und Steine von den oberhalb des Hanges liegenden Feldern auf die S 172. Damit das künftig nicht wieder passieren kann, werden die Geröllmassen in dem Staubecken aufgefangen. Das Wasser kann über ein Rohrsystem, welches die Stadt seit Frühjahr 2016 bis Sommer dieses Jahres bauen ließ, gezielt in die Elbe abfließen. Dafür waren intensive Bauarbeiten entlang der Großsedlitzer und Heidenauer Straße sowie im Bereich der Möbel-Graf-Kreuzung notwendig. Der Bau des Abflusssystems hat zwei Millionen Euro gekostet. Weitere 800000 Euro kommen für die Errichtung des Beckens hinzu.

Damit sind die Hochwasserschutzmaßnahmen in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen. Es stehen noch Vorhaben auf Heidenauer Flur aus. Dazu gehört zum einen die Sanierung des Teiches in Großsedlitz oberhalb des Barockgartens. Dieser soll unter anderem entschlammt werden, um den Stauraum zu vergrößern, wie Heidenaus Baubürgermeisterin Marion Franz (CDU) informierte. Der zweite Maßnahmekomplex beinhaltet den Bau von drei Hochwasserrückhalteräumen im Busch unterhalb der Barockanlage, die ähnlich wie eine Kaskade angeordnet sind. Diese sollen nach Starkregen das abfließende Wasser drosseln und Geröll auffangen.

Die Teichsanierung soll laut Franz im November beginnen und Ende April 2018 abgeschlossen sein. Für die drei Rückhalteräume wartet die Stadt immer noch auf die Baugenehmigung der Unteren Wasserschutzbehörde. Ihre Hoffnung ist, dass sie bald im Rathaus eintrifft. Denn von April bis Ende 2018 möchte sie gern bauen. Für beide Vorhaben stehen der Stadt Heidenau über 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Von Silvio Kuhnert

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