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Historischer Treppenaufstieg führt wieder auf den Sonnenstein

Nach aufwendiger Sanierung Historischer Treppenaufstieg führt wieder auf den Sonnenstein

Die Stadt Pirna hat den letzten Abschnitt innerhalb der alten Stadtmauer wieder ans Licht geholt. Jahrzehntelang waren die Mauersteine unter Wildwuchs am nördlichen Schlossberghang versteckt. Dort können Pirnaer und ihre Gäste bald wieder eine historische Treppenanlage von der Altstadt hinauf auf den Sonnenstein nutzen.

René Schröter hat die Treppenstufen am steilen Hang am Fuße des Niederen Werkes der Schlossbastionen verlegt und die Reste der Stadtmauer saniert.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Gut ein Jahr harter Arbeit liegt hinter René Schröter. Der Bauarbeiter hat unter erschwerten Bedingungen einen neuen Aufstieg von Pirnas Altstadt zum Sonnenstein geschaffen und die Reste der Stadtmauer am Nordhang des Schlossberges saniert. „Es war eine große Herausforderung, die Steine und den Mörtel den Hang hoch zu bekommen“, sagt Schröter. Mit Hilfe einer Stahlrampe, einem Minibagger sowie mit viel Muskelkraft hat er es geschafft. Das Resultat kann sich an dem Steilhang sehen lassen.

Anfang Juli vorigen Jahres begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung eines historischen Treppenaufgangs am nördlichen Schlossberghang. Und zu Beginn hieß es erst einmal, die Mauerreste wieder freizulegen und freizuschneiden. Denn mit den Jahren, die der Aufstieg ungenutzt blieb, hat sich Wildwuchs über den Steinen breitgemacht. „Der untere Ansatz der Stadtmauer war noch zu erkennen“, berichtet Landschaftsarchitekt Hans Prugger. „An der Mauer entlang lagen noch vereinzelt Stufen“, führt der Planer der Sanierung des Schlossberghanges weiter aus. Mit seiner Schwester hatte er bereits die Arbeiten an der Westseite mit Schlosstreppe, Weißem Turm und Terrassengärten geleitet. Die erhaltenen Stufen wurden am Fuße zur Ecke Holdergasse/Am Schlossberghang wieder verbaut. Ansonsten kam sehr viel neuer Sandstein zum Einsatz.

Zudem brachten die Bauarbeiter neue Quellsammelleitungen in den Hang bzw. reparierten das vorhandene Leitungssystem. Damit wird wieder Quellwasser aus dem Schlossberg aufgefangen und zum Brunnen am Fuße des Aufstiegs geleitet. In gut 14 Tagen soll er sprudeln, in einem späteren Schritt wird auch der Brunnen an der Langen Straße mit kühlem Nass aus dem Berghang versorgt. Später soll auch die Sanierung des Pinietzbehälters, eines im Berg versteckten Wasserspeichers, erfolgen.

„Und wieder ist es uns gelungen, das Areal rund um das Schloss attraktiver zu gestalten. Bisher völlig verwachsene Ecken werden nun der Öffentlichkeit zugängig gemacht“, sagt OB Klaus-Peter Hanke (parteilos). Rund 350000 Euro hat die Stadt in die Wiederherstellung des historischen Aufstiegs investiert. In den kommenden Tagen erfolgen noch Restarbeiten am Geländer. Wenn diese abgeschlossen sind, können Pirnaer und ihre Gäste die Treppe nutzen.

Von Silvio Kuhnert

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