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Heidenaus Straßenbaustellen in 2017

Vize-Bürgermeisterin im Interview Heidenaus Straßenbaustellen in 2017

Mit der Freigabe der Pirnaer Straße gibt es für Kraftfahrer endlich wieder zwei Routen von Heidenau nach Pirna. Im DNN-Interview berichtet Vize-Bürgermeisterin Marion Franz, auf welchen Straßen die Stadt in 2017 baut.

Vize-Bürgermeisterin Marion Franz steht vor der von der LTV an der Pirnaer Straße errichtet Spundwand. Die Mauer soll Heidenau besser vor einer Flut schützen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Heidenau. Mit der Freigabe der Pirnaer Straße hat die Stadt Heidenau ein großes Bauprojekt im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung aus 2013 beendet. Welche Maßnahmen noch ausstehen und wo es im kommenden Jahr zu Verkehrseinschränkungen kommt, berichtet Vize-Bürgermeisterin Marion Franz (CDU).

Frage: Mit der Freigabe der Pirnaer Straße ist ein weiteres Vorhaben der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 abgeschlossen. Wie weit ist die Stadt Heidenau bei der Abarbeitung des Wiederaufbauplans?

Marion Franz: Beim Wiederaufbauprogramm von Bund und Ländern haben wir nach der Juni-Flut 2013 insgesamt 29 kommunale Maßnahmen angemeldet, wovon eine die Projektsteuerung ist. Rund 8,96 Millionen Euro wurden uns an Fördermitteln in Aussicht gestellt. Bis Ende dieses Jahres werden wir 22 Hochwasserschadensvorhaben beendet haben. Vier Maßnahmen werden wir im kommenden Jahr abarbeiten, zwei weitere werden uns aufgrund ihres Umfanges über 2017 hinaus bis in die Jahre 2018 und 2019 noch beschäftigen.

Wird es im kommenden Jahr im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung weitere Straßenbauprojekte geben?

In 2017 sind noch kleinere Straßenbauvorhaben geplant. Unter anderem stehen Arbeiten auf der Pillnitzer und der Wiesenstraße an. Hierbei handelt es sich aber um wirklich kleinere Maßnahmen im finanziell niedrigen fünfstelligen Bereich. Und eine größere im sechsstelligen Bereich findet auf der Naumannstraße statt. Bei allen drei Vorhaben müssen Borde neu gesetzt werden. Und bei der Naumannstraße werden wir zudem den Gehweg instandsetzen. Zu Vollsperrungen wird es im Straßenbau nicht kommen, allerdings bei der Kanalsanierung schon. Im kommenden Jahr steht der zweite Bauabschnitt zur Instandsetzung der Kanäle in Heidenau-Nord auf unserer Agenda. Hierbei sind partielle Sperrungen und Vollsperrungen auf der Dresdner Straße im Bereich von der Mühlen- bis zur Elbstraße unvermeidlich. Teilweise Sperrungen gibt es zudem in Heidenau-Süd unter anderem auf der Richard-Strauß-, Friedrich-Engels-, Naumann-, Erna-Scholz- sowie Robert-Schumann-Straße.

Die von Ihnen soeben aufgezählten Vorhaben gehören alle zur Hochwasserschadensbeseitigung. Sind unabhängig davon weitere Straßenbauvorhaben geplant?

Ja! Unter anderem wird ein Teil des Böhmischen Weges saniert. Außerdem wollen wir die Sedlitzer Straße zwischen Burg- und Geschwister-Scholl-Straße in Angriff nehmen. Der grundhafte Ausbau wird hier voraussichtlich im Mai beginnen und es wird zu einer Vollsperrung kommen. Bei beiden Maßnahmen handelt es sich um reguläre städtische Bauprojekte, die nichts mit dem Hochwasser aus 2013 zutun haben.

Welche Vorhaben stehen bei der Hochwassersanierung noch an?

Unter den sechs noch nicht begonnen Hochwassermaßnahmen sind zwei größere Vorhaben, die, wie bereits erwähnt, uns über 2017 hinaus beschäftigen werden. Hier ist besonders die Instandsetzung des Hospital- und Schlosserbusches zu erwähnen, wo wir eng mit der Stadtverwaltung Pirna zusammenarbeiten. Bei dieser komplexen Maßnahme wird im Bereich vom Neubauernweg in Großsedlitz bis zur Stadtgrenze von Pirna zum einen der Teich oberhalb des Barockgartens saniert. Andererseits werden unterhalb des Parkes voraussichtlich drei grüne Regenrückhaltebecken errichtet. Momentan befinden wir uns noch im Planfeststellungsverfahren. Die Genehmigung durch die Landesdirektion Sachsen steht noch aus. Bei der zweiten größeren Maßnahme handelt es sich um die Instandsetzung Mühlgraben. Hier wollen wir im Bereich des alten Bahndammes in Heidenau-Nord in der Nähe der Müglitz ein Sielbauwerk errichten. Falls es wieder zu einer Überflutung kommt, soll mit dessen Hilfe das Hinterland schneller von Hochwasser befreit werden. Die Umsetzung dieser Maßnahme wird voraussichtlich Anfang 2018 beginnen.

Mit dem Abschluss der Hochwassersanierung auf der Pirnaer Straße befindet sich die Hauptverkehrsachse nördlich des Bahndammes bis auf den Abschnitt in Richtung Reichskronen-Kreuzung in einem sehr guten Zustand. Wann soll das letzte Stück der Dresdner Straße saniert werden?

Der Abschnitt von der Kantstraße in Richtung Stadtgrenze Dresden ist im mittelfristigen Finanz- und Investitionsplan für 2019 und 2020 vorgesehen. Voraussetzung aber ist, dass wir Fördermittel vom Freistaat erhalten.

Von Silvio Kuhnert

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