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Umland Heidenauer Johanniter-Jugend gewinnt mit Teamgeist den Bundeswettkampf
Region Umland Heidenauer Johanniter-Jugend gewinnt mit Teamgeist den Bundeswettkampf
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15:37 03.11.2017
Jens Werner mit der Gewinnermannschaft des Bundeswettkampf neben ihrem Trainingsraum an der Geschwister-Scholl-Straße 22 in Heidenau. Quelle: Anja Schneider
Heidenau,

 „Nicht letzter Platz werden“ war der einzige und bescheidene Wunsch der Johanniter Jugend Heidenau/Dohna beim Bundeswettkampf der Hilfsorganisation in Koblenz vor knapp zwei Wochen. Ende September haben die sechs- bis 12-jährigen Schüler Thea, Lennox, Lilly, Karl, Lina, Dennis, Josi und Albrecht dort dann entgegen all ihrer Erwartungen in der Kategorie C den ersten Platz gewonnen. Beim Treff nach den Herbstferien reflektierten die Kinder gemeinsam mit ihren Trainern Anke und Jens Werner den aufregenden Wettkampf, bei dem die Mannschaft ihr theoretisches und praktisches Wissen unter Beweis stellen musste.

Zusammen mit ihren 27 unterstützenden Teammitgliedern, den sogennanten „Schlachtenbummlern“, nahm der Verein die achtstündige Fahrt und den Kampf gegen 41 Mannschaften aus ganz Deutschland auf sich. An vier Stationen wurde zunächst das Allgemeinwissen einzeln abgefragt. Bei einem Kreativtest sollten die Kinder dann gemeinsam einen Turm aus Zeitungen bauen, bei dem ihre Ideen und ihr Teamgeist gefragt waren. Der Johanniter Jugend gefiel dabei besonders, dass man „seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte“, wie die Grundschülerin Lilly erklärte. Abschließend musste ein Trageparcours durchlaufen und bei einem simulierten Ersthilfe-Einsatz verletzte Radfahrer versorgt werden. Die spielenden Unfallopfer wurden professionell geschminkt und konnten ihre Verletzungen mit Kunstblut realistisch darstellen.

Nach der gewonnenen Partie konnten sich die Sieger in der Bastelstraße und Hüpfburg austoben und wurden von ihren Familien zuhause mit Tröten, Plakaten und einer Kindersekt-Dusche stolz empfangen. Das persönliche Highlight erlebt Familie Werner jedoch erst kurz nach der Meisterschaft: Am Tag nach der Siegerehrung wurde Wettkampfteilnehmer Karl zum Schulsanitätsdienst gerufen und versorgte dort eine unterzuckerte Schülerin. Die kurz darauf eintreffenden Notfallsanitäter waren beeindruck von den Ersthilfe-Leistungen des Jungen. „Das sind die Momente für die sich das Training lohnt“, verrät Anke Werner, während sie gegen Freudentränen ankämpft.

Ende September haben die sechs- bis 12-jährigen Schüler Thea, Lennox, Lilly, Karl, Lina, Dennis, Josi und Albrecht der Heidenauer Johanniter-Jugendentgegen all ihrer Erwartungen beim Bundeswettbwerb in der Kategorie C den ersten Platz gewonnen.

Wer erfahren will, weshalb die Jugendmannschaft gewonnen hat, der begegnet den Kindern am besten persönlich. Sie zeichnen sich nicht nur durch ihr sensationelles Erstehilfe-Wissen, das alle 400 Bundeswettkampf-Teilnehmer übertroffen hat, aus. Vielmehr bemerkt man, wie bescheiden die Johanniter Jugend mit ihrem Erfolg umgeht und mit welch großem Respekt und Solidarität sie einander begegnen. Sie freuen sich über die Möglichkeit, „andere Leute kennen zu lernen“, wie Karl erklärt. Aber auch die „praktischen Tipps, mit denen man anderen Menschen helfen kann“ spornen die Mitglieder an, meint Albrecht.

Bei ihren Treffen im zwei-Wochen-Takt lernen sie die stabile Seitenlage oder das Anlegen eines Verbandes – und darüber hinaus noch viel mehr zwischenmenschliche Kompetenzen. Die Hilfsorganisation ist auf eine vorbildliche Teamfähigkeit angewiesen, um Patienten versorgen zu können. Diese lernen die Schüler bei ihrem Training in der Geschwister-Scholl-Straße 22 durch Gemeinschaftsspielen wie „Werwolf“ oder dem „gordischen Knoten“. Alle sind hier willkommen, egal aus welcher sozialen Schicht – „Wir nehmen jeden, wie er ist“, erklärt Anke Werner. Die Trainerin freut sich darüber, dass sich die bunte Vielfalt der Kinder allen Alters, Geschlechts und Familienhintergründen trotz aller Differenzen so gut versteht und zusammenhält. Besonders schön sei auch die Symbiose der Jugendgruppe und des Katastrophenschutzes Heidenau, zu dem Viele bei Volljährigkeit übertreten würden. Wer ebenfalls Mitglied der Johanniter Jugend werden möchte, der kann beim nächsten Training am 15. November persönlich oder auf der Homepage http://www.johanniter.de/ehrenamt/als-jugendlicher/johanniter-jugend/ vorbeischauen.

Von Katharina Jakob

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