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Umland Heidenau und Pirna schließen Flutschutzprojekt ab
Region Umland Heidenau und Pirna schließen Flutschutzprojekt ab
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15:32 09.01.2019
Bürgermeister Eckhard Lang (Pirna) und Jürgen Opitz (Heidenau) mit Heiko Weigel vom Landratsamt (v.l.) vor dem Rückhaltebecken. Quelle: Junes Semmoudi
Pirna/Heidenau

Im Juni 2013 geschah es zuletzt, dass sich der Hospital- und Schlosserbusch durch Starkniederschläge vom Rinnsal in einen reißenden Strom verwandelte. Das überströmende Gewässer zog in Pirna und Heidenau eine Schneise der Verwüstung. Es flutete Teile des Barockgartens Großsedlitz, zerstörte mehrere Gebäude und spülte Schlamm- und Geröllmassen bis auf die Dresdner Straße (S 172).

Um die Schäden an den Gewässern zu beheben und künftige Auswirkungen bei starken Niederschlägen zu minimieren, haben die betroffenen Kommunen Pirna und Heidenau damals eine nachhaltige Wiederaufbauplanung in Auftrag gegeben. Nun ist das Maßnahmenpaket abgeschlossen.

„Es freut mich sehr, dass wir dieses Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Künftig sollten die Anwohner von derartigen Hochwasserereignissen verschont bleiben“, sagte der Pirnaer Bürgermeister Eckhard Lang am Dienstag bei einer Besichtigung des neuen Hochwasserrückhaltebeckens in Pirna-Piependorf. Jeweils zwei Maßnahmekomplexe haben die Kommunen Pirna und Heidenau in den letzten Jahren umgesetzt.

Maßnahmen in Heidenau:

Die Stadt Heidenau betreute die Maßnahmekomplexe I und II auf Heidenauer Flur. Im Rahmen des ersten Komplexes ertüchtigten beauftragte Baufirmen seit 2017 den Entwässerungsgraben am Neubauernweg in Großsedlitz, zudem wurde der Oberlauf des Hospital- und Schlosserbusches beräumt. Die Bauleute vertieften den Teich oberhalb des Barockgartens. Des Weiteren richteten sie eine Entlastungsanlage ein. Dadurch soll der denkmalgeschützte Barockgarten vor Überflutung geschützt werden.

Der zweite Komplex beinhaltet den Bachabschnitt unterhalb des Barockgartens. Dort ließ die Kommune drei Sedimentations- und Rückhaltebecken sowie drei Dämme mit 2,60 bis 3,95 Metern Höhe errichten. Sie sollen die Hochwasserspitze brechen und den Abfluss verzögern. Seit Mitte Dezember 2018 sind die Arbeiten abgeschlossen. Beide Bauvorhaben kosteten Heidenau rund 2,7 Millionen Euro. „Wir hoffen natürlich, dass wir das Bauvorhaben zu einhundert Prozent gefördert bekommen“, sagte Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU).

Maßnahmen in Pirna:

Der dritte und vierte Maßnahmenkomplex stand unter der Obhut der Stadt Pirna. Zuerst wurde der vierte Komplex angegangen: Ab 2016 verlegten Bauleute den verrohrten Hospitalbuschbach um, so dass er in die Elbe eingeleitet werden konnte.

Umfangreiche Tiefbauarbeiten im Bereich der S 172, Heidenauer Straße und der Großsedlitzer Straße waren dafür notwendig. „Dabei wurden insgesamt rund 550 Meter neuer Kanal mit einem Rohrdurchmesser von 70 bis 160 Zentimetern verlegt. Am Gewerbegebiet im Kreuzungsbereich der S 172/Heidenauer Straße wurde ein neues Schachtbauwerk errichtet“, teilte Pirnas Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin mit.

Im Anschluss nahm sich die Stadt den ausstehenden Maßnahmekomplex III vor und legte oberhalb der Großsedlitzer Straße ein großes Hochwasserrückhaltebecken an. Die Maßnahme begann im September 2017 mit dem Abriss der Garagen, die zuvor auf dem Areal standen. Im Oktober wurden die Arbeiten am Becken beendet.

Das sogenannte „grüne Becken“ hat ein Ausmaß von 88 mal 38 Metern. Gut 3,7 Millionen Liter Wasser können hier gespeichert werden. Über ein Drosselbauwerk und eine Entlastungsanlage wird der Abfluss gesteuert.

Die Kosten für die beiden Pirnaer Bauvorhaben beliefen sich auf rund 4,2 Millionen Euro und wurden von Bund und Land gefördert.

Von Junes Semmoudi

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