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Umland Heidenau, Dippoldiswalde und Reinhardtsdorf-Schöna erhalten Fördermittel
Region Umland Heidenau, Dippoldiswalde und Reinhardtsdorf-Schöna erhalten Fördermittel
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09:54 28.09.2017
Sachsens Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs (SPD) besucht die Heidenauer Galvanik. Quelle: Junes Semmoudi
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Heidenau

Karsten Winkler zeigt sich kämpferisch. Der Geschäftsführer des Unternehmens Heidenauer Galvanik hatte es in den letzten Jahren nicht leicht: Der seit 1979 bestehende Meisterbetrieb für Metallveredlung war 2001 bei einem Großbrand zerstört worden, im Jahr darauf legte die Jahrhundertflut nach. Zu allem Überfluss brannten die Produktionshallen im vergangenen Jahr erneut bis auf das Fundament ab.

Das Gebäude ist mittlerweile wieder aufgebaut. Seit zwei Wochen arbeiten Karsten Winkler und sein Team wieder an der ursprünglichen Produktionsstätte an der Pirnaer Straße. „Ich hoffe, dass wir bis zum Ende des Jahres die gesamte Produktion hochfahren können“, erklärt Winkler. Um schnell wieder Anschluss an den Markt zu erhalten, sei heutzutage schnelles Internet eine wesentliche Voraussetzung.

„Die fortschreitende Digitalisierung ist Herausforderung und Chance für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Eine leistungsfähige Breitbandversorgung ist vor diesem Hintergrund ein Mittel zum Zweck,“ sagt Stefan Brangs, Sachsens Beauftragter für Digitales. Der SPD-Mann ist Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und besuchte auf seiner Digital-Tour durch Sachsen auch die Heidenauer Galvanik.

Brangs überreichte den Städten Heidenau und Dippoldiswalde sowie der Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna Fördermittelbescheide im Gesamtwert von etwa einer Million Euro, um den Breitbandausbau vor allem in den ländlichen Regionen voranzutreiben. Rund 1,7 Millionen Euro schießt der Bund dazu. Den Rest müssen die Kommunen selber aufbringen. Über vier Millionen Euro werden in den Netzausbau der drei Ortschaften investiert.

Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz konnte Fördermittel des Landes in Höhe von fast 600 000 Euro in Empfang nehmen. Gemeinsam mit der Zuwendung vom Bund in Höhe von 740 000 Euro und einem städtischen Eigenanteil von knapp 150 000 Euro werden in Heidenau rund 1,5 Millionen Euro in den Ausbau des Breitbandnetzes gesteckt.

Eine flächendeckende Verfügbarkeit von Anschlüssen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) ist in Sachsen nur für 60,6 Prozent der Haushalte gegeben (Stand: Mitte 2017). Damit liegt der Freistaat mehr als 16 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt. Nur Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben eine noch geringere Netzabdeckung.

Die Zahlen des Sächsischen Wirtschaftsministeriums zeigen, dass Daten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge besonders langsam übertragen werden. Beispielsweise haben nur 1,2 Prozent der Haushalte in Reinhardtsdorf-Schöna einen Anschluss mit mehr als 16 Mbit/s.

Rund 200 der 422 sächsischen Kommunen durchlaufen derzeit das Förderverfahren, informierte Brangs. Bis 2025 wolle der Freistaat eine flächendeckende Breitbandversorgung mit einer Datengeschwindigkeit von 100 Mbit/s gewährleisten. Dafür sollen über 120 Millionen Euro investiert werden – von Bund, Land und Kommunen.

Bis 2025 muss Galvanik-Chef Winkler wohl nicht auf sein schnelles Internet warten – spätestens 2018 soll mit dem Ausbau in Heidenau begonnen werden.

Von Junes Semmoudi

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