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Umland Havarie im Copitzer Heizwerk
Region Umland Havarie im Copitzer Heizwerk
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11:03 20.02.2018
Ein Leck eine Rauchgasrohr sorgte dafür, dass das Heizkraftwerk in Copitz über 24 Stunden nur aus halber Kraft lief. Quelle: Daniel Förster
Pirna

Die Bewohner von rund 1300 Wohnungen im Pirnaer Stadtteil Copitz erlebten über einen Tag lang nicht wohlige Zimmertemperaturen. Ihre Heizkörper wollten seit Sonntagmorgen bei frostigen Außentemperaturen nicht die richtige Leistung bringen. Selbst der Dreh am Thermostat brachte keine Abhilfe. Und auch unter Dusche wollte das Nass aus dem Warmwasserhahn nicht richtig dampfen. Grund: Im Heizkraftwerk an der Pratzschwitzer Straße gab es eine Havarie. Am Montagnachmittag konnten die Stadtwerke Pirna (SWP) Entwarnung geben: „Die Wärmeversorgung und Warmwasserbereitstellung funktionieren wieder“, so SWP-Sprecherin Ute Ullrich.

Am Sonntag schrillten beim städtischen Energieversorger die Alarmglocken. „In den frühen Morgenstunden war ein Kessel im Heizkraftwerk Copitz außer Betrieb gegangen“, berichtete Ullrich. Fachleute des Bereitschaftsdienstes der Stadtwerke machten sich sofort auf den Weg in das Heizhaus an der Pratzschwitzer Straße, um nach der Ursache zu forschen. An einem Rauchgasrohr wurden sie fündig. Dieses wies eine undichte Stelle auf. Der Bereitschaftsdienst machte sich sofort daran, das Leck wieder zu schließen. Die Arbeiten zogen sich aber in die Länge. „Es war ziemlich aufwendig, die undichte Stelle zu reparieren“, berichtete Ullrich. Unter anderem erwiesen sich die Schweißarbeiten als kompliziert und forderten eine besondere technische Lösung.

Da durch das Leck ein Kessel ausfiel, konnten die Blockheizkraftwerke (BHKW) im Heizhaus nur rund 50 Prozent der benötigten Wärme erzeugen. Dadurch kam es zu einer eingeschränkten Lieferung von Wärme und Warmwasser an die Haushalte in den DDR-Neubauten im Wohngebiet Copitz-West sowie in Gebäuden an der Lindenstraße.

Im Jahr 1980 ging das Heizkraftwerk an der Pratzschwitzer Straße in Betrieb. Bis Anfang der 1990er Jahre erzeugte es mit Rohbraunkohle und Heizöl Fernwärme für den rechtselbischen Stadtteil. 1993 bekam das Heizhaus einen Anschluss an das Erdgasnetz. Im Jahr 2000 erfolgte eine grundlegende Sanierung des Heizgebäudes sowie der Schornsteine. Zehn Jahre später kamen zwei BHKW hinzu, so dass das neben Wärme auch Strom erzeugt werden kann. Ein BHKW erreicht eine elektrische Leistung von 240 Kilowatt und eine thermische Leistung von 374 Kilowatt am Tag.

Von Silvio Kuhnert

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