Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Halbjahresbilanz für das aktuelle Berufsberatungsjahr im Landkreis Meißen
Region Umland Halbjahresbilanz für das aktuelle Berufsberatungsjahr im Landkreis Meißen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 09.04.2018
Logo der Agentur für Arbeit. Quelle: dpa
Anzeige
Landkreis meissen

Die Zahl der potenziellen Auszubildenden im Landkreis Meißen schrumpft, dagegen bleibt die Anzahl der Berufsausbildungsstellen konstant. So lässt sich knapp die Halbjahresbilanz der Arbeitsagentur für das aktuelle Berufsberatungsjahr 2017/18 zusammenfassen. Von Oktober bis Ende März haben sich beim Arbeitsamt oder beim kommunalen Träger der Grundsicherung im Landkreis Meißen 1267 Jugendliche (528 Mädchen und 739 Jungen) gemeldet, die in diesem Sommer mit der Berufsausbildung starten möchten. Das sind 121 Bewerber (Minus 8,7 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Grund für den Rückgang seien rückläufige Schulabgängerzahlen. „Diese jungen Menschen können in der Region aus einer Vielzahl von Ausbildungsangeboten wählen. Die Vermittlungsfachkräfte im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa akquirierten bis Ende März 1278 Berufsausbildungsstellen, diese Anzahl entspricht dem Niveau des Vorjahres“, berichtet Arbeitsagenturchefin Petra Schlüter. Eine Ausbildungsstelle gibt es mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Für Schlüter stellt sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt grundsätzlich positiv dar. „Die Herausforderung, Jugendliche und Unternehmen berufsfachlich und qualifikatorisch zusammen zu bringen, steigt jedoch an“, informiert sie. So sind von den insgesamt 1278 gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenwärtig noch 932 nicht endgültig besetzt. Von den 1267 gemeldeten Bewerbern haben 792 Jugendliche noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Rund 350 anerkannte Ausbildungsberufe stehen im Landkreis Meißen zur Auswahl. Die Top Ten der noch unbesetzten Lehrstellen führen folgende Berufe an: Verkäufer/in (66 Stellen), Zerspanungsmechaniker/in (35 Stellen), Fachkraft Lagerlogistik (34 Stellen), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (34 Stellen), Industriemechaniker/in (25 Stellen), Mechatroniker/in (24 Stellen), Kaufmann/-frau im Büromanagement (23 Stellen), Metallbauer/in – Konstruktionstechnik (21 Stellen), Elektroniker/in für Energie-/Gebäudetechnik (20 Stellen) sowie Kaufmann im Groß-/Außenhandel (20 Stellen).

Die Berufswahl ist weiterhin stark geprägt von geschlechterspezifischen Wünschen und Vorstellungen. So möchten Mädchen im Handel, im Büro von Unternehmen, Verwaltung oder Versicherungen, als Medizinische oder Tiermedizinische Fachangestellte, als Mediengestalterin im Digital- und Printbereich oder als Friseurin ihr Geld verdienen. Bei den Jungen stehen auf der Liste der Wunschberufe Kfz-Mechatroniker, Fachlagerist, Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker oder Tischler weit oben.

Bei den Bewerbern beenden 883 Mädchen und Jungen die Schule in diesem Jahr (69,7 Prozent). 382 Jugendliche (30,1 Prozent) besitzen bereits ein Abschlusszeugnis, da sie ihren Schulabschluss bereits in den Vorjahren absolviert haben. Der Großteil aller gemeldeten Bewerber sind Realschüler (681 Mädchen und Jungen – 53,8 Prozent).

Von Silvio Kuhnert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am 15. April dürfen Besucher dem Pfefferkuchenduft bis in die Küchen folgen. Am Tag der offenen Pfefferküchlereien öffnen die Pulsnitzer Händler ihre Pforten und zeigen, wie das beliebte Süßgebäck hergestellt wird.

09.04.2018

Über 200 Radebeuler Bürger erhalten jährlich die Diagose Demenz. Für sie und ihre Angehörigen bietet das Familienzentrum Radebeul ein Beratungsangebot am 23. und 30. April an.

09.04.2018

Stadt Radebeul lobt den Kunstpreis 2018 aus. Vorschläge können bis Ende April im Rathaus eingereicht werden.

10.04.2018
Anzeige