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Umland Händlerleitbild soll Impulse zur Neugestaltung der Bahnhofstraße in Radebeul-West bringen
Region Umland Händlerleitbild soll Impulse zur Neugestaltung der Bahnhofstraße in Radebeul-West bringen
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18:47 18.04.2018
Vor dem Jahr 2020 wird die Bahnhofstraße in Radebeul-West nicht saniert. Quelle: Silvio Kuhnert
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Radebeul

Die Radebeuler Stadtspitze unternimmt einen neuen Versuch, die verfahrene Situation in der Diskussion um die Neugestaltung der Bahnhofstraße im Stadtteil Kötzschenbroda zu lösen. Die Debatte hatte sich zuletzt auf eine Frage zugespitzt: Soll die vorhandene Baumallee erhalten bleiben oder einem Wochenmarkt Platz machen? OB Bert Wendsche (parteilos) spricht von einer „Sackgasse“ sowie einer „stadtspaltenden Pattsituation“, in welcher der Diskussionsprozess geraten sei. „Wir haben das ursprüngliche Ziel des Sanierungsgebietes aus dem Blick verloren: die Belebung der Handelsstrukturen“, stellt der Rathauschef fest.

OB Wendsche sucht daher jetzt das Gespräch mit den Händlern im Sanierungsgebiet „Zentrum Radebeul-West“ rund um die Bahnhofstraße. Ende nächster Woche ist ein Treffen geplant. Und viele Händler haben ihr Kommen zugesagt. Mit ihnen möchte er eine Art Händlerleitbild entwickeln – Ideen, wie der Stadtteil und die Geschäfte in Schwung kommen. Auf dieses Leitbild aufbauend sollen die weiteren Planungsschritte zur Gestaltung der Bahnhofstraße abgeleitet werden.

Um die Belange der Geschäftsinhaber in den Sanierungsprozess einzubringen und mit ihnen Ideen zu entwickeln, wie man mehr Kunden anlocken kann, ließ die Stadt über den Sanierungsträger, die STEG Stadtentwicklung GmbH, die Stelle eines Stadteilmanagers schaffen. Im Herbst vorigen Jahres wurde der Posten mit einem 30-jährigen Dresdner besetzt. Jedoch seit Anfang dieses Monats ist der Posten verwaist. Weder im Bürgertreff an der Bahnhofstraße ist der Stadteilmanager anzutreffen noch telefonisch zu erreichen. Sein bisheriger Arbeitgeber, die STEG, verweist auf Nachfrage zu seinem Verbleib an die Stadtverwaltung. Der frisch aus dem Osterurlaub zurückgekehrte Oberbürgermeister hat nun das Geheimnis gelüftet: „Der bisherige Stadtteilmanager steht nicht mehr zur Verfügung.“ Der Vertrag zwischen ihm und der STEG sei im gegenseitigen Einvernehmen beendet worden. Über die Gründe, warum es zu keiner Weiterbeschäftigung über die Probezeit hinweg kam, ließ sich das Stadtoberhaupt nur so viel entlocken, dass in dieser Position neben fachlicher Kompetenz die „Chemie zu den Händlern stimmen müsse“. „Er muss einen sehr guten Draht zu ihnen haben.“ Und den hatte der junge Mann aus Dresden nach OB-Meinung nicht.

Die STEG kann derzeit keinen personellen Ersatz schicken. Damit die Stelle nicht verwaist bleibt, füllt diese Lücke vorerst Nadine Wollrad vom Kommuniaktionsteam des Bürgertreffs im Ehrenamt aus. Sie ist gegenwärtig dabei mit den Händlern zusammen ein Stadtteilfest zum Kindertag am 1. Juni dieses Jahres auf die Beine zu stellen.

In der Debatte um die Bahnhofstraße wirft die SPD-Stadtratsfraktion der Verwaltung Konzeptlosigkeit vor. Kritik nimmt sie an der von der Stadtspitze verordneten sechsmonatigen Bedenkzeit. „Wenn der OB zur Begründung der Denkpause anführt, die Verwaltung wolle noch einmal intensiv das Gespräch mit den ansässigen Händlern führen, stellt sich die Frage, warum dies bislang nicht erfolgt ist“, wundert sich SPD-Stadtrat Herbert Grädtke. Seine Fraktionskollegin Christine Schurig erinnert daran, dass über die Gestaltung in den Stadtratsgremien seit über einem Jahr diskutiert werde und es eine Bürgerbefragung gab. Die SPD-Fraktion fordert, dass das Ergebnis der Bürgerbeteiligung in der Debatte weiter Berücksichtigung finden müsse. Sie setzt sich für die Reduzierung der Parkplätze auf der Bahnhofstraße ein.

Von Silvio Kuhnert

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