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Umland Händler sollen Vision zur Zukunft der Bahnhofstraße entwickeln
Region Umland Händler sollen Vision zur Zukunft der Bahnhofstraße entwickeln
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17:32 29.04.2018
Die Händler in Radebeul-West sollen eine Vision für die Zukunft der Bahnhofstraße in Radebeul entwickeln. Quelle: Foto: Uwe Hofmann/Archiv

Ein Händler-Leitbild und ein Verkehrskonzept sollen neue Impulse für die Belebung der Bahnhofstraße im Sanierungsgebiet „Zentrum Radebeul-West“ bringen. „Es hat vor der Diskussion um die Neugestaltung keine Vision über die Zukunft der Straße gegeben“, machte OB Bert Wendsche (parteilos) als Fehler aus, warum die Debatte in eine Sackgasse geriet, bei der es zuletzt nur noch um die Frage Wochenmarkt oder Erhalt der bestehenden Bäume ging. „Wochenmarkt ist nur an einem halben Tag in der Woche. Was machen wir aber an den restlichen sechseinhalb Tagen?“, fragte er bei einem Treffen mit Gewerbetreibenden, um das Zentrum im Stadtteil Kötzschenbroda in Schwung zu bringen.

Nachdem die Bürgerbeteiligung über drei Gestaltungsvarianten für die Einkaufsstraße aus Sicht des Stadtoberhauptes kein eindeutiges Votum gebracht hat und der Stadtrat sich zu keiner Entscheidung durchringen konnte, sei es das Beste, einen Schritt zurückzugehen. Die Händler sollen mit Begleitung externen Sachverstandes ein Konzept erarbeiten, wie sie sich die Bahnhofstraße als Einkaufsstraße von morgen vorstellen. „Welche Maßnahmen würden Ihnen helfen, die Straße stärker als bisher zu beleben?, ist laut Wendsche eine der Fragen, auf der die Händler und Gewerbetreibende eine Antwort finden sollen.

In der gleichen Zeit werde die Stadtverwaltung die Verkehrsströme in Radebeul-West genau unter die Lupe nehmen, kündigte Wendsche an. Seit einigen Tagen ist die Lößnitzstadt Eigentümer der Flächen der ehemaligen Gärtnerei östlich neben dem Lößnitzbad. Das Areal hat sie mit dem ursprünglichen Ziel erworben, dort ein Stadion, den dringend benötigten dritten Sportplatz, zu errichten (DNN berichteten). Durch die neuen Eigentumsverhältnisse bietet sich die Möglichkeit, durch Abriss der Gärtnerei-Gebäude die Engstelle an der Fabrikstraße zu beseitigen und die Einmündung zur Cossebauder Straße (Staatsstraße 84) neu zu gestalten. „Das ist eine Chance, etwas Durchgangsverkehr aus Radebeul-West zu nehmen“, meinte Wendsche. Denn wegen der Engstelle fahren derzeit Lkw mit Zu- und Ablieferungen der Unternehmen an der Fabrikstraße sowie die Mitarbeiter der Betriebe durch das Zentrum von Kötzchenbroda. Anhand von Verkehrszählungen und -simulationen am Computer möchte Wendsche prüfen lassen, ob eine neue Zufahrtsmöglichkeit zur Fabrikstraße eine Verkehrsentlastung für die Bahnhofstraße und das Viertel drumherum bringt.

Erst wenn die Ergebnisse des Händler-Leitbildes und der Verkehrsstudie vorliegen, soll die Planung zur Neugestaltung fortgesetzt werden. Dann sollen auch wieder die bereite Öffentlichkeit und der Stadtrat in die Debatte einbezogen werden. Im Jahr 2020 ist die bauliche Umsetzung auf der Bahnhofstraße avisiert.

Von Silvio Kuhnert

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