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Gymnasium Luisenstift Radebeul soll ab Herbst einen Neubau erhalten

Fördermittel erhalten Gymnasium Luisenstift Radebeul soll ab Herbst einen Neubau erhalten

Große Aufregung für die Schüler der Klasse 6/2 im Luisenstift. Erst gingen sie am Mittwoch im Schwimmunterricht baden, dann hatte sich noch vor der ersten Physikstunde überhaupt Politprominenz angekündigt: Kultusministerin Brunhilde Kurth stattete dem Radebeuler Gymnasium einen Besuch ab und übergab rund 2,4 Millionen Euro Fördermittel für einen Neubau.

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Kultusministerin Brunhilde Kurth und OB Bert Wendsche mit Schülern.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Große Aufregung für die Schüler der Klasse 6/2 im Luisenstift. Erst gingen sie am Mittwoch im Schwimmunterricht baden, dann hatte sich noch vor der ersten Physikstunde überhaupt Politprominenz angekündigt: Kultusministerin Brunhilde Kurth (CDU) stattete dem Radebeuler Gymnasium einen Besuch ab und übergab rund 2,4 Millionen Euro Fördermittel für die Errichtung eines Neubaus zwischen Altbau und Weinberghaus an Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Es ist die erste Ausbaustufe in der Schule, die laut Wendsche insgesamt rund 4,3 Millionen Euro, „mit allen Vorlaufkosten 5,3 Millionen Euro“ kosten soll.

Nachdem der langersehnte Förderbescheid nun da ist, sollen im Oktober die Ausschreibungen beginnen, anschließend könnten je nach Ergebnis und Witterung die Arbeiten mit dem Aushub der Fundamente beginnen. Geplant ist ein modernes Gebäude, das im Erdgeschoss eine Cafeteria mit Terrasse haben wird und damit mit Altbau und dem 2006 bis 2008 sanierten und erweiterten Weinberghaus einen zusammenhängenden Campus bilden wird. In den oberen Geschossen werden Klassenzimmer und Fachkabinette eingerichtet. Außerdem ist eine Verbindung zum Altbau geplant, die allerdings erst errichtet wird, wenn dieses Gebäude in der zweiten Ausbaustufe saniert wird. Das soll noch einmal knapp fünf Millionen Euro kosten, die Finanzierung ist noch offen.

Den Erweiterungsbau hat das Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ möglich gemacht, Radebeul gibt dafür das gesamte der Stadt zustehende Fördervolumen aus. Man hoffe, dass der Erweiterungsbau zum Schuljahr 2019/20 in Betrieb gehen kann, anschließend könnte man sich – vorausgesetzt dass das Geld dafür da ist – dem Altbau zuwenden, sagt Wendsche.

Der wird allerdings schon vorher von der Bautätigkeit auf dem Schulgelände profitieren. So ist Radebeul in Erwartung des Förderbescheids schon in Vorleistung gegangen und hat mit der rund 330 000 Euro teuren Erneuerung sämtlicher Leitungen für Strom sowie Trink- und Abwasser begonnen. Bei der Gelegenheit wurde auch ein Wärmekanal verlegt, der von der künftig zentralen Heizungsanlage im Weinberghaus Warmwasser in Alt- und Neubau transportiert. Das eröffnet Radebeul gemeinsam mit den Stadtwerken Elbtal die Möglichkeit, ein Blockheizkraftwerk im Schulgelände einzurichten, so wie es in der Grundschule Naundort oder im Rathausareal schon eines gibt. In Verbindung mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Neubaus werde die Schule damit künftig 83 Prozent des eigenen Strombedarfs selbst produzieren – vorausgesetzt der Stadtrat stimme der Installation zu, rechnet Wendsche vor. „Wir machen das nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes, sondern weil es sich rechnet“, formuliert OB Wendsche triftige Gründe für eine Zustimmung.

Das dürfte auch für die Physik- und Mathestunden der 6/2 einen interessanten Stoff abgeben. Die Schüler interessiert derweil anderes. Sie möchten an der Fernsehsendung „Die beste Klasse Deutschlands“ im Kinderkanal mitmachen. „Dabei unterstütze ich gerne, wenn ich kann“, versprach Kurth.

Von Uwe Hofmann

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