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Grüner Wohnen an der Kötitzer Straße

Moritz-Ziller-Preis Grüner Wohnen an der Kötitzer Straße

Der Wiesbadener Architektur-Student Dominik Bischler hat den diesjährigen Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung der Stadt Radebeul gewonnen. Besagter Preis wird in der Regel alle drei Jahre im Rahmen eines Ideenwettbewerbes verliehen. Diesmal ging es um das „Wohngebiet Kötitzer Straße - Wohnen der Zukunft".

Baubürgermeister Jörg Müller (r.) und Dominik Bischler mit dem Moritz-Ziller-Preis.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. Der Wiesbadener Architektur-Student Dominik Bischler hat den diesjährigen Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung der Stadt Radebeul gewonnen. Besagter Preis wird in der Regel alle drei Jahre im Rahmen eines Ideenwettbewerbes verliehen. Dieser soll jungen Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Architekten Gelegenheit geben, neue Ideen zur Lösung von Problemen des Städtebaus und der Landschaftsplanung zu entwickeln. Diesmal ging es um das „Wohngebiet Kötitzer Straße - Wohnen der Zukunft".

Den Aufruf, sich am Wettbewerb zu beteiligen, richtete die Stadt an Universitäten. Insgesamt meldeten sich 43 Teilnehmer an. Am Ende wurden allerdings nur sechs Entwürfe eingereicht. „Selbst die Professoren konnten sich das nicht erklären, denn es waren alle Entwürfe fertig. Vielleicht fehlte einigen Teilnehmern der Mut“, sinnierte Radebeuls Baubürgermeister Jörg Müller. Dominik Bischler jedoch hatte den Mut und wurde am Ende mit dem Moritz-Ziller-Preis belohnt.

Wenn Einheimische Bischlers Vision vom Wohngebiet Kötitzer Straße näher betrachten, werden sie wahrscheinlich das eine oder andere jetzt vorhandene Haus vergeblich suchen. Denn der Wiesbadener ordnete die Gebäude neu an, einige kommen dazu. Besonders die Weiterentwicklung des Gebietes von bestehenden Häusern hinein in die Brachfläche habe den Preisrichtern besonders gut gefallen, erklärte Baubürgermeister Müller. Ebenso wie die Anordnung der Grünflächen.

Das war auch das Anliegen von Bischler. „Als ich gemeinsam mit Kommilitonen das Gebiet besuchte, fielen uns sofort die vielen Grünflächen auf. Das gibt es in Wiesbaden leider nicht“, so der Masterstudent. In seinem Entwurf behielt er die Grünflächen bei und ordnete sie neu an. Es entstanden kleine Höfe, die allerdings nicht ganz geschlossen sind. Auch die Struktur des Wohngebietes wurde geändert. „Wenn man in eine solche Fünfziger-Jahre-Siedlung hineingeht, weiß man nie genau, welche Flächen nun öffentlich sind und welche nicht. Diese Bereiche habe ich klarer organisiert“, erläutert er.

14 Wochen hatte Bischler Zeit, an seinem Entwurf zu arbeiten. „Die Aufgabenstellung ist bewusst utopisch gewählt und zu einer Umsetzung wird es so nicht kommen“, erklärte Baubürgermeister Müller. „Wir wollen damit dem Nachwuchs die Chance geben, seine Kreativität unter Beweis zu stellen. Wir können dadurch gleichzeitig unseren Blick für den Städtebau und problematische Gebiete schärfen.“ Wettbewerbe gehören zum Beruf des Architekten fest dazu und Dominik Bischler freut sich über die gesammelte Erfahrung, die gewonnene Referenz und natürlich über die 2 500 Euro Preisgeld.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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