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Groß-Gewerbepark soll 5000 Jobs in die Region bringen

Industriepark am Autobahnzubringer bei Pirna geplant Groß-Gewerbepark soll 5000 Jobs in die Region bringen

Die drei Städte Pirna, Heidenau und Dohna haben eine Machbarkeitsstudie für ein interkommunales Gewerbegebiet am Autobahnzubringer B 172a zur A 17 in Auftrag gegeben. Über das Ergebnis spricht SEP-Geschäftsführer Christian Flörke im DNN-Interview.

Auf dem mit Punkten umrandeten Gebiet soll der „Industriepark Oberelbe“ entstehen. Die ockerfarben markierte Fläche ist für Großbetriebe bestimmt.

Quelle: Kasparetz-Kuhlmann

Pirna. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für ein interkommunales Gewerbegebiet der Städte Pirna, Heidenau und Dohna liegt vor. Christian Flörke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna, sagt wie am Autobahnzubringer Arbeitsplätze entstehen sollen.

Frage: Herr Flörke, im DNN-Interview Ende 2016 erwähnten Sie, dass eine Machbarkeitsstudie für ein Gewerbegebiet von rund 240 Hektar Größe entlang des Autobahnzubringers B 172a in Arbeit ist. Das Ergebnis liegt nun vor. Ist das Areal als Gewerbestandort geeignet?

Christian Flörke: Das war die große Frage, die mit der Machbarkeitsstudie seit November vergangenen Jahres geklärt werden sollte. Und die erfreuliche Nachricht ist, dass die Entwicklung eines gemeinsamen Industrie- und Gewerbegebiets am Feistenberg machbar ist – allerdings nicht in dem Flächenumfang. Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass wir maximal eine Fläche von 140 Hektar erschließen können, plus etwa 20 Hektar Reservefläche für die weite Zukunft.

Welche Kriterien haben dagegen gesprochen, die gesamte Untersuchungsfläche als Gewerbepark zu entwickeln?

Ein großes Ausschlusskriterium war das Relief des Gebietes, sprich die Höhenverhältnisse. Flächen mit mehr als sieben oder acht bzw. gar mehr als zehn Prozent Gefälle sind für eine Industrieansiedlung einfach ungeeignet. Deshalb wurden Teilflächen vor allem zwischen A 17 und B 172a auf Dohnaer Flur nordwestlich von Krebs aussortiert. Bei diesen Flächen war als zweites wesentliches Negativkriterium die schlechte verkehrliche Erschließbarkeit. Des Weiteren spielten Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie das sensible Gebiet des Barockgartens Großsedlitz mit seinen fünf Sichtachsen, die zwingend erhalten und nicht verbaut werden dürfen, eine Rolle.

Das Areal teilt sich auf in 90 Hektar für regionales und überregionales Gewerbe sowie 50 Hektar für einen sogenannten Vorsorgestandort. Was ist damit gemeint?

Vorsorgestandort ist ein Begriff aus der Regionalplanung. Damit wird eine Fläche bezeichnet, die soweit vorbereitet wird, dass, sobald ein Investor da ist, die Erschließung erfolgen kann. Auf dem Vorsorgestandort sollen sich Großbetriebe ansiedeln, mit einem Flächenbedarf von mindestens 25 Hektar.

Wann ist mit der ersten Ansiedlung im „Industriepark Oberelbe“ zu rechnen?

Wir befinden uns noch in einem sehr frühen Stadium. Unser Ziel ist, spätestens im Jahr 2019 alle behördlichen Genehmigungen vorliegen zu haben, um Fördermittel beantragen und mit den ersten Erschließungsmaßnahmen beginnen zu können. Die Erschließung wird schrittweise in den nächsten drei bis fünf Jahren erfolgen.

Welche Schritte stehen jetzt an?

Jetzt sind erst einmal die drei Stadträte der beteiligten Kommunen Pirna, Heidenau und Dohna gefragt. Bis zur Sommerpause sollen sie die Kooperation zur Entwicklung des „Industrieparks Oberelbe“ und die vertiefende Planung sowie bis Ende dieses Jahres die Gründung eines Zweckverbandes auf den Weg bringen. Dieser soll dann ab 2018 die Arbeit aufnehmen. Alle Kosten werden dann über ihn laufen.

Die Investitionssumme liegt laut der erster Schätzung bei rund 61 Millionen Euro. Wie wollen die drei Kommunen das Vorhaben finanziell stemmen?

Ich bin da etwas vorsichtig, ob diese Zahl wirklich stimmt. Wir bewegen uns in einem finanziellen Korridor von 50 bis 100 Millionen Euro. Vom Freistaat gibt es bereits positive Signale, dass eine Förderung von bis zu 85 Prozent möglich ist. Als Eigenanteil bleibt dann immer noch ein Millionenbetrag, den die Kommunen in den Anfangsjahren direkt aufbringen oder über Bürgschaften garantieren müssen. Die Effekte für die Region, werden aber weit höher sein, als die anfänglichen Kosten.

Welche Effekte wären das?

Das sind vor allem Arbeitsplätze, bis zu 5000 können hier entstehen. Dies führt wiederum zu einem Anstieg der Einnahmen aus Einkommen- und Gewerbesteuer in den Kommunen und stärkt die Kaufkraft der Einwohner. Im Zusammenhang mit dem Projekt ist auch ein positiver Effekt für die Bevölkerungsentwicklung in der Sächsischen Schweiz zu erwarten. Über die Südumfahrung, die im Jahr 2022 freigegeben werden soll, ist man aus Bad Schandau oder Königstein ruckzuck am Arbeitsplatz auf dem Feistenberg.

Von Silvio Kuhnert

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